Fechten / TV Jahn Siegen -Zwei Medaillen bei Marburger Stadtmeisterschaften

(wS/red) Siegen 26.11.2019Internationale Konkurrenz stoppt Jahner / Germann punktet auf DFB-Bundesrangliste

Bei den diesjährigen 19. internationalen offenen Marburger Stadtmeisterschaften 2019 konnten zwei Leistungsträgerinnen der Fechtabteilung des TV Jahn Siegen in der olympischen Disziplin „Florett“ auf der Planche mit starker Wettkampfleistung und beachtlichen Einzelsiegen überzeugen und sich in die erweiterte Spitze des europäischen Leistungsfeldes fechten. Mit rund 400 aktiven Fechtsportlern von U9 bis zu den Veteranen, den aktuellen Altersgruppen nach der jüngsten AK-Strukturreform des DFB, gehörte die schon traditionelle Stadtmeisterschaft 2019 der benachbarten Universitätsstadt Marburg zu den größten und beliebtesten Veranstaltungen Deutschlands im Fechtsport, wo diesmal profilierte Sportler aus sechs Nationen und fünfzig Vereinen auf achtzehn Bahnen um den Einzug auf das Podest wetteiferten.

Als Qualifikationsturnier des Hessischen Fechtverbandes (HFV) lud diese Meisterschaft neben den ausländischen Gästen auch wieder zahlreiche Teilnehmer aus den exponierten deutschen Landesverbänden und besten Stützpunkten der Bundesrepublik, und die Jugendwettbewerbe waren in diesem Jahr mit bis zu dreißig Teilnehmern sehr gut besucht. Unter den neun Nachwuchsfechtern des TV Jahn schafften mit Nika Moskvitin (Jahrgang 2009) und Sophie Germann (Jahrgang 2004) zwei Schützlinge von Jahn-Trainer Frank Matzner nun auch im verschärften Wettkampfmodus mit seinen erhöhten Anforderungen durch die Zusammenlegung von Jahrgängen den souveränen Durchmarsch ins Halbfinale und gewannen schließlich hochverdient die Bronzemedaille am Tage. Die amtierende
Westfalenmeisterin Nika Moskvitin konnte im Damenflorett U11 bereits in der Vorrunde (Runde 1) vier Gefechte deutlich für sich entscheiden und setzte sich nach dem Index Vorrunde auf Platz drei, womit lediglich die Fechterinnen des Pembroke FC und FC Tauberbischofsheim noch vor ihr gesetzt waren. Im Viertelfinale gewann Nika Moskvitin mit 10 : 7 gegen Lynn Abilgaard vom Darmstädter FC und musste sich im Halbfinale mit 5 : 10 der späteren Gesamtsiegerin Erika Sanvito vom Pembroke FC (Irland) geschlagen geben.

Das Bild zeigt Jahn-Trainer Frank Matzner mit Nika Moskvitin (links) und Sophie Germann (rechts).

Dies bedeutete im Endergebnis Rang drei und „Bronze“ für Moskvitin, womit die Siegener Florettfechterin insgesamt über ein Dutzend wichtiger Medaillenerfolge verfügt. Im Damenflorett U17 brillierte Sophie Germann in der Vorrunde (Runde 2) ohne Niederlage mit Platz eins und wurde nach dem Vorrunden-Index auf die Gesamtplatzierung zwei gesetzt. Nach „Freilos“ im Tableau 16 traf Sophie Germann im Viertelfinale auf Johanna Ivo (CTG Koblenz) und entschied dieses Duell durch eine sensationelle Bestleistung mit 15 : 0 im ersten Gefechtsdrittel in weniger als drei Minuten. Nach diesem Sieg schienen vor allem die mentalen Kräfte für das folgende Halbfinale gegen Maloe Marchal (ASM Belfort) aus Frankreich zu strapaziert, so dass die Jahnfechterin gegen die jetzt auftrumpfende Französin mit 2 : 15 verlor, obwohl Sophie Germann noch in der Vorrunde im direkten Vergleich das Duell gewinnen konnte.

Mit Platz drei und Medaillengewinn in Marburg war Sophie Germann vom TV Jahn jedoch hochzufrieden, und sie kann sich überdies auch weiterhin über ihre persönliche Leistungssteigerung auf Bundesniveau freuen. Beim Sparkassen-Cup 2019 in
Moers, dem jüngsten DFB-U17-Qualifikationsturnier im Damenflorett der laufenden Saison 2019/20, gelang Sophie Germann im Florett weiblich Individual U17 nach erfolgreicher Vorrunde (Runde 7) mit Einzelsiegen und guter Trefferzahl anschließend im 128er Tableau das Duell mit 14 : 13 gegen die Belgierin Raphaelle Gorny (FF CE Bastogne), was mit Endplatzierung 57 im 64er Tableau dann 10 Punkte für die Landesrangliste Westfalen sowie den ersten Punkt für Sophie Germann auf der DFB-
Bundesrangliste bedeutete. „Besonders im Damenflorett leisten wir im Hinblick auf die immensen Herausforderungen durch die Wettkampfreform des DFB jetzt erfolgreiche Arbeit und zeigen, dass wir auch im internationalen Vergleich stark sind“, freute sich Jahn-Trainer Frank Matzner in Marburg.

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