Ferienspiele in anderer Form – Gemeinde Neunkirchen hofft auf kurzfristige Angebote

(wS/red) Neunkirchen 13.05.2020 | Gemeinde Neunkirchen hofft auf kurzfristige Angebote

Auch wenn diese Nachricht vorhersehbar war, sie wird doch zahlreiche Kinder und Jugendliche im Gemeindegebiet traurig stimmen: Die Ferienspiele in Neunkirchen fallen in der ursprünglich vorgesehen Form in diesem Jahr aus. „In der aktuellen Situation können wir weder Ausflüge noch Workshops oder Spiel- und Abenteuerangebote durchführen, weil die notwendigen Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen nicht in letzter Konsequenz einzuhalten sind“, erklären Kirsten Petri und Thilo Edelmann, die die Ferienspiele federführend betreuen.

Um eine Sportart im Rahmen eines Schnupperkurses kennenzulernen, sind nicht nur Erklärungen nötig. Wenn ein korrigierendes Eingreifen nicht möglich ist, wenn Hilfestellungen unterlassen werden müssen, können Tennis, Reiten oder Klettern nicht richtig ausgeführt und erlernt werden. Und das geht zweifellos auf Kosten des Vergnügens. Das gleiche gilt für die richtige Handhabung von Hammer, Pinsel, Nähmaschine oder Musikinstrument, beim spielerischen Anlegen von Verbänden oder beim Schachspiel: „Im Grunde ist fast immer ein enger Kontakt nötig, um die Arbeiten richtig und sicher durchzuführen“, erklärt Edelmann.

Dennoch steckt man im Rathaus nicht den Kopf in den Sand. „Wir überlegen an Alternativen. Wenn es die Corona-Situation hergibt, wollen wir den Kindern und Jugendlichen Angebote machen, die durchführbar sind. Das können digitale Formate sein, aber auch Spiele oder Workshops in kleineren Gruppen“, stellt der Jugendpfleger in Aussicht.

Dazu versucht die Verwaltung derzeit flexible Kooperationspartner zu finden, die kurzfristig Projekte für die Zielgruppe entwickeln wollen. „Die Angebote werden dann über unsere Website, Facebook und das Amtsblatt veröffentlicht.“

Für die Kinder und Jugendlichen aus der Hellergemeinde gibt es also einen Funken Hoffnung, die Sommerferien doch mit viel Spaß, Action und gemeinsam mit einigen Freunden zu verbringen. „Die Priorität liegt allerdings bei der Sicherheit der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, fasst Edelmann die Situation zusammen.

Gemeinsames Pizzaessen oder eine Exkursion durch die Wälder – in der aktuellen Situation sind solche Veranstaltungen leider nicht durchführbar. Die Hygiene- und Abstandsregeln können so nicht eingehalten werden. Die Gemeindeverwaltung bastelt derzeit an einem neuen Konzept.

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