Resümee 17. Siegerländer AOK-Firmenlauf

(wS/red) Siegen-Wittgenstein 14.07.2020 | Resümee 17. Siegerländer AOK-Firmenlauf 2020

Vor einem viertel Jahr sah es noch so aus, als ob es in diesem Jahr keinen AOK-Firmenlauf geben würde. Alle Großveranstaltungen in NRW waren von den Behörden bis Ende August abgesagt und der verschobene Termin 11. September erschien ebenfalls sehr unrealistisch.

:anlauf als Veranstalter wollte sich dem allgemeinen Trend von den meisten Firmenläufen jedoch nicht anschließen und das Event alternativlos absagen. Innerhalb kürzester Zeit wurde das Konzept eines virtuellen Firmenlaufs entwickelt und allen aktiv Beteiligten, d.h. Sponsoren, Partner, Vertretern der Verwaltung und Politik, vorgestellt.

Das neue Format des virtuellen Firmenlaufs wollte die Läuferinnen und Läufer dort zum Laufen motivieren, wo sie leben und arbeiten. Als virtuell wurde die Veranstaltungsform definiert, nicht die Aktivität! Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten die gewohnte Firmenlauf-Distanz von (mindestens) 5,5km im Zeitraum vom 23. Juni bis 10. Juli absolvieren, wo und wann immer sie Lust hatten.

Das Konzept ist aufgegangen, das kann man nach 17 Tagen Firmenlauf 2020 sagen. „Von allen Seiten haben wir eine Unterstützung erfahren, Sponsoren, Landrat und Bürgermeister haben die Idee aufgegriffen. Natürlich gab es ein paar Nachfragen, aber alle Partner haben die Veranstaltungsform als einzige Möglichkeit gesehen, in diesem Jahr einen Firmenlauf durchzuführen. Genauso wichtig war aber auch, dass die Idee in den Unternehmen aufgegriffen wurde, “ so Veranstalter Martin Hoffmann in seinem Resümee. „10 bis 20 direkt Beteiligten ein Projekt zu vermitteln und für die Beibehaltung der Unterstützung zu werben, ist eine Sache und man merkt schnell, ob die Idee aufgenommen wird. Aber hunderte Unternehmen zu überzeugen, sich aktiv an einer neuen Veranstaltungsform zu beteiligen, ist noch was anderes. Da haben wir viel Zeit und Energie investiert und es war ganz und gar nicht sicher, ob die Botschaft ankommt. “

Zum Ende des Projekts können Martin Hoffmann und sein Auszubildender Silas Irle ein sehr positives Fazit ziehen. Der Siegerländer AOK-Firmenlauf ist bislang der größte eigenständige virtuelle Firmenlauf Deutschlands. Mit 5.250 Meldungen aus 350 Unternehmen und Laufteams wurden die Erwartungen weit übertroffen. Wichtiger als Zahlen sind aber für die Firmenlauf-Organisatoren, dass der Geist des Firmenlaufs, der soziale Aspekt des gemeinsamen Laufen und Walkens, auch in Corona-Zeiten weiter getragen wird. „Bereits beim Abholen der Startnummern haben wir die gute Stimmung mitgekriegt, viele haben sich dafür bedankt, dass wir nicht abgesagt haben. Wir bekamen teils begeisternde Rückmeldungen aus den Unternehmen. Es hat etliche interne Firmenläufe gegeben, natürlich mit der offiziellen Startnummer, manchmal mit anschließender Betriebsfeier. An der Breitenbach-Talsperre und an der Sieg-Arena war noch nie so viel los.

Etliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer, denen es vielleicht in den Vergangenen Jahren zu viele Menschen in Weidenau waren, sind sogar erstmals dabei gewesen. Andere hätten wegen Urlaub oder beruflicher Termine am ursprünglichen Termin 23. Juni keine Zeit gehabt und konnten nun den Lauf innerhalb von 17 Tagen absolvieren. Uns liegen Ergebnisse von individuellen Firmenläufen von Flensburg bis zur Zugspitze, von Polen bis zu den Kanaren vor. Alle waren Teil des Firmenlauf-Events, dieser Spirit hat sich durchgezogen.

Wir haben mit dem diesjährigen AOK-Firmenlauf die Firmenlauf-Grundidee umgesetzt, unser Event hat die Menschen zum Gesundheitssport motiviert, viele Teams haben etwas Gemeinsames erlebt, der soziale und inklusive Charakter war immer zu spüren und es findet im Herbst auch die geplante Baumspendenaktion statt.

Insgesamt kann man sagen, dass wir mit dem diesjährigen Konzept mehr als eine Ersatzveranstaltung durchgeführt haben. Wir haben uns nicht nur den Bedingungen angepasst, sondern nach vorne geschaut und Mut gemacht. Das wir dafür belohnt wurden, freut uns sehr. Deshalb sind wir auch zuversichtlich, was das nächste Jahr angeht. Vielleicht gibt es wieder den traditionellen AOK-Firmenlauf, mit 8.500 Starterinnen und Startern in Weidenau sowie zusätzlich ein paar hundert Läuferinnen und Läufern und wir haben dann eine fünfstellige Teilnehmerzahl. Und wenn der Firmenlauf nächstes Jahr nicht in gewohnter Form stattfinden wird, entwickeln wir das Konzept von diesem Jahr weiter. Wir sind sicher, den AOK-Firmenlauf und Volksbank-Schülerlauf erfolgreich durch die Corona-Krise zu bringen.“

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