Soldaten beschützen Zugbegleiterin vor Angreifer – Festnahme durch Bundespolizei

(wS/ots) NRW 07.06.2020 | Immer häufiger werden Zugbegleiter/Innen Opfer von aggressiven Mitreisenden

Am Freitag ist eine Zugbegleiterin der Deutschen Bahn AG bei der Fahrscheinkontrolle von einem Reisenden angegriffen worden. Vier Bundeswehrsoldaten schritten ein. Bei einem Nothalt am Bahnhof Siegburg/Bonn unterstützten sie die Festnahme der Bundespolizei.

Nachdem sich ein Reisender am Freitagabend (03.07.2020) im ICE 1144 von Frankfurt Flughafen Richtung Köln Hbf anderen Mitreisenden gegenüber sehr aggressiv zeigte, wurde eine Zugbegleiterin über diesen Sachverhalt informiert. Diese versuchte den scheinbar betrunkenen Fahrgast zu überzeugen, das Abteil zu verlassen und ihr den Fahrschein vorzuzeigen. Stattdessen schlug er jedoch nach ihr, wobei sie knapp ausweichen konnte. An diesem Punkt griffen vier mitreisende Bundeswehrsoldaten ein, die den Mann unter Kontrolle hielten, während die Zugbegleiterin einen außerplanmäßigen Halt am Bahnhof Siegburg/Bonn veranlasste.

Symbolfoto Bundespolizei

Auch gegenüber den einschreitenden Bundespolizisten verhielt sich der 20-Jährige äußerst aggressiv. Er musste nach einem Angriff auf die Streife zu Boden gebracht und gefesselt werden. Dabei leistete er weiterhin erheblichen Widerstand, trat, schlug, spuckte, beleidigte und bedrohte die Einsatzkräfte. Sowohl die vier Soldaten, als auch eine Streife der Kreispolizeibehörde des Rhein-Sieg-Kreises unterstützte die Beamten bei ihren Maßnahmen. Bei den nachfolgenden Ermittlungen griff der Guineer die Einsatzkräfte noch mehrfach an. Ein Atemalkoholtest zeigte einen Wert von über 2 Promille. Verletzt wurde bei diesem Vorfall glücklicherweise niemand.

Der Straftäter wurde durch die Bundespolizeiinspektion Köln vorläufig festgenommen. Gegen ihn wurden Strafverfahren eingeleitet hinsichtlich Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Polizeivollzugsbeamte, Bedrohung, Beleidigung, Körperverletzung, Erschleichen von Leistungen und unerlaubtem Aufenthalt. Nach Vorführung beim Haftrichter befindet sich der polizeibekannte Mann nunmehr in Untersuchungshaft, nachdem er einen Tag zuvor erst aus der Haft entlassen wurde.

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