Ein glückliches aber verdientes 31:31 für den TuS Ferndorf beim TV Emsdetten

(wS/red) Emsdetten/Ferndorf 25.11.2020 | Die Quarantänezeit ist noch nicht gänzlich abgeschüttelt

Nachdem am Montag alle Spieler etc. NEGATIV getestet wurden, stand dem Auswärtsspiel am Mittwoch nichts mehr entgegen. Gegner war der TV Emsdetten, die Stadt im nördlichen Münsterland.
In der Vergangenheit lag uns dieser Gegner immer, aber was heißt das schon. Der TV Emsdetten steht aktuell auf Platz 17 der Tabelle und hat erst 1 Spiel gewonnen, aber auch das sagt nicht viel aus. Sie haben einen guten Kader und mit Konstantin (Konsti) Madert einen sehr guten Mann im Tor und trainiert werden sie seit dieser Saison von Aaron Ziercke.
War es ein verlorener Punkt oder war es ein gewonnener Punkt? Dem Spielverlauf nach eher ein gewonnener Punkt, denn Ferndorf führte nur ein einziges mal und das direkt zu Spielbeginn beim 0:1.

Andreas Bornemann 6 Tore

Emsdetten, wie eigentlich immer mit einer stabilen 6:0 Deckung und einem guten Konstantin (Konsti) Madert im Tor. Ferndorf begann mit Marin Durica im Kasten, ab der 42. Minute kam dann Tim Hottgenroth, aber beide Torhüter hatten heute viel zu tun. Das war nochmal ein Spiel mit sehr vielen Toren und was für ein Spiel. Sprach Robert Andersson in der Pressekonferenz am Montag vom Spiel in Konstanz noch von “ 1 Schritt zurück statt 1 Schritt vorwärts“ so gab es heute nur eine Richtung nämlich VORWÄRTS. Der Trainer hat ein schnelles Spiel verlangt und es wurde geliefert. Selbstverständlich werden weiterhin Lucas Puhl und Jonas Faulenbach vermisst, aber trotz alledem war das Spiel gut.

Gut, weil richtig gekämpft wurde, der TuS hat nie aufgesteckt und es wurde ein Münsterländer Krimi. Zwei mal Quarantäne hinken immer noch hinterher, aber mit zunehmender Spielpraxis wird Ferndorf das aufholen. Patrick Weber im Rückraum erzielte zwar nur 1 Tor, Torben Matzken derer 5, aber vor ihnen stand auch ein Wald an Hünen, die einiges verhinderten. Dafür ragte wieder einer heraus, nämlich der TORminator Andreas Bornemann, der mit 6 Kracher-Toren bester Torschütze war. Erzielte Emsdetten ein Tor, oder Marin Durica und Tim Hottgenroth wehrten eins ab, ging der Ball direkt in die Gegenrichtung, in Richtung Bornemann und der war so schnell, dass die Kamera soeben noch mitkam. Die TuS-Abwehr stand in der 1. HZ heute nicht so gut, die Absprache untereinander passte nicht immer, aber das wurde in der Offensive alles wieder wett gemacht.

Torben Matzken 5 Tore

Zog Emsdetten zwischenzeitlich wieder mal mit 2-4 Toren davon, wurde bei Ferndorf noch eine „Schüppe“ draufgelegt und man kam immer wieder ran. So tütete Josip Eres in der 43. Minute zum 23:23 ein und nach der Ferndorfer 1:0 -Führung zu Beginn war dies der erste Gleichstand. Man sah beiden Teams an, dass sie es unbedingt wollten, Emsdetten weil sie seit 2016 kein Spiel mehr gegen Ferndorf gewonnen haben und die wiederum, weil Coronabedingt noch nicht alles rund lief. Was von hinten noch nicht klappte, wurde vom Kreis und von den Außenspielern erledigt.

Als es in die Cruchtime ging, wurde aus dem Krimi ein Thriller, beim Stande von 27:23, der TVE hatte grad mal 4 Treffer in Serie erzielt, verkürzten der TuS durch Lukas Pechy, Josip Eres und Andreas Bornemann auf 27:26. Wie nicht anders erwartet kam der Doppenschlag der Münsterländer zum 29:26 und das geschah in der 54. Minute. Ob Emsdetten jetzt dachte, sie hätten den Siegerländern den Zahn gezogen weiß man nicht, aber die kannten nur eine Richtung und wieder mal ein wichtiges Tor erzielte Julian Schneider. Konsti Madert im TVE-Tor machte bis dahin einiges an Würfen des TuS zunichte, aber dafür trumpfte jetzt Tim Hottgenroth ganz groß auf und ermöglichte schnelles Tempogegenspiel . Erzielten die letzten 3 Tore „Borne, Julian und Josip“ kamen die nächsten 3 Treffer in Serie auch von ihnen, nur in anderer Reihenfolge.

Man schrieb die 59. Minute und es stand ein 30:30 an der Anzeigetafel, nichts für schwache Nerven. Es waren noch ca. 40 Sekunden zu spielen, als der TVE das 31:30 erzielte. Ging da noch was (??), ja, es ging, Julian Schneider hatte den Ball und ließ sich nicht mehr aufhalten, er stürmte auf das Tor zu und ließ Konsti Madert keine Chance, den Ball zu halten. Trotzdem gab es noch einen Freiwurf für Emsdetten und auf der Uhr stand 59:59, ein Abspiel innerhalb der Mannschaft war zeitlich nicht mehr möglich, nur noch ein direkter Wurf. Und bei den Hünen des Gegners konnte alles möglich sein, Sven Wesseling warf, doch da stand Bornemann goldrichtig und blockte den Wurf. Vielleicht hat er damit den Punkt für Ferndorf gerettet, wir werden es nie erfahren.

Mit dem gewonnen Punkt kann Ferndorf zufrieden sein, denn wenn Ferndorf in der Crunchtime 8 Tore und Emsdetten nur 4 Tore erzielt dann ist die Punkteteilung auch verdient. Außerdem wurde die Ferndorfer Abwehr mit zunehmender Spielzeit immer besser und der TVE tat sich schwerer im Tore erzielen.
Fotos: Verein

 

Die Statistik:

Tor: Marin Durica 9 Paraden, Tim Hottgenroth 3 Paraden

Torschützen: Andreas Bornemann 6

Torben Matzken 5

Julian Schneider, Mattis Michel, Josip Eres und Lukas Pechy je 4

Toni Sario 2

Thomas Rink und Patrick Weber 1

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