Corona-Durchhalte-Geschenke für Kinder- und Jugendfeuerwehrleute Kreuztal

(wS/red) Kreuztal 30.12.2020 | Beschenk-Aktion in den Reihen der Kreuztaler Stadtfeuerwehr

„Ich habe mich erst erschrocken, als der Feuerwehrbus hupend vor unserem Haus stand“, erinnert sich der achtjährige Ben Thomas an den Moment, als das rote Auto bei ihm vorfuhr; „aber dann habe ich mich sehr gefreut. Das ist ja wie vorzeitige Weihnachten.“ Es war durchaus ein dringender Einsatz, den die Kinderfeuerwehren der Stadtfeuerwehr Kreuztal nicht nur in der Mühlbergstraße zu erledigen hatten: 100-fach verteilten die Leiterinnen und Leiter der vier Nachwuchseinheiten aus der Innenstadt sowie den Hees-, Littfe- und Ferndorftälern „Corona-Motivations-Beutel“ an die sechs- bis zwölfjährigen feuerwehrbegeisterten Mädchen und Jungen, die sich nun seit März 2020 nicht mehr als Kinderfeuerwehrleute treffen konnten.

Die Kinderfeuerwehrwartinnen Jenny Schneider (links) und Jaqueline Nitschke beim Beschenken der feuerwehrbegeisterten Geschwister Jandi und Osman Mohammed.

„Die Beutel sind als kleines Geschenk für das Durchhalten der Kinder gedacht, die jetzt schon so lange auf ihren geliebten Übungsdienst verzichten müssen“, erklärt Stadtkinderfeuerwehrwartin Katrin Kleine-Kraus den Sinn der Aktion. Zum Inhalt der Beutel gehörten eine Taschenlampe, eine Trinkflasche samt Brotdose, eine Alltagsmaske mit Kinderfeuerwehr-Schriftzug und ein Feuerwehr-Adventskalender. Vor allem das Signal – „wir haben euch nicht vergessen“ – dürfte die wichtigste Geste der Zwischendurch-Beschenkung sein, zu der sich fast zeitgleich auch die Kreuztaler Jugendfeuerwehr entschieden hatte: Neben Adventskalender und „Schaummittel“-Duschgel fanden die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr als älterer Feuerwehrnachwuchs in ihren Geschenkbeuteln jeweils ein Handtuch und ein Ausbildungsheft vor. Wenn sie dieses ausgefüllt haben, sollen die Kinder und Jugendlichen dafür die „Jugendflamme der Stufe 1“ als Auszeichnung zugesprochen bekommen.

Auch die Zehn- bis 18-Jährigen müssen sich seit einem guten Dreivierteljahr in Geduld üben: Stadtjugendfeuerwehrwart Florian Klünder und sein Team wollten im Spätsommer gerade wieder mit dem Ausbildungsdienst starten, als der Beginn der „zweiten Welle“ von Corona die Hoffnung auf einen zeitnahen Neustart wieder zunichtemachte. Weil die Feuerwehr eine „systemrelevante“ Einrichtung in der Kommune ist, gilt auch in den Nachwuchsreihen besondere Vorsicht im Umgang mit Corona. Zumindest bei den „Großen“ in der Jugendfeuerwehr wollen die Ausbilder in Kürze Unterrichtseinheiten über Videokonferenzen ausprobieren.

Die Jugendwarte Alexander Stracke und Vanessa Haber hielten für alle Kreuztaler Jugendfeuerwehr-Mitglieder Geschenkbeutel parat.

Die im Kreuztaler Feuerwehrgerätehaus bereitliegenden Stoffmasken mit Feuerwehr-Schriftzug legen die Jugendfeuerwehrleute aber erst dann an, wenn sie zum ersten praktischen Übungsdienst erscheinen dürfen. Doch bis dahin ist Geduld gefragt: Seit die „Sieben-Tage-Inzidenz“ im hiesigen Kreis über die Zahl 50 gestiegen ist, haben selbst die aktiven Einsatzkräfte ihren Präsenz-Übungsbetrieb wieder eingestellt.
Angesichts fehlender Perspektiven auf baldige Normalität innerhalb weniger Wochen bleibt zumindest eine Feststellung erfreulich: Wegen coronabedingter Zwangspause hat es im Kreuztaler Stadtgebiet weder bei der Kinder- noch bei Jugendfeuerwehr bisher eine Abmeldung gegeben.
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