Zielsetzung “ Die Serie der SACHSEN ANHALT-en“, Ziel erreicht, Ferndorf siegt mit 28:26

(wS/red) Ferndorf/ Dessau-Roßlau 07.12.2020 | Sachsen-Anhalts Handball-Aushängeschild Dessau-Roßlauer HV massiv geärgert und besiegt

Von „Tief betrübt bis Himmelhoch jauchzend“ war alles dabei. Die treuen TuS-Fans zu Hause hätten gut daran getan, ihre Herztropfen in TV oder Laptop-Nähe liegen zu haben, denn man hätte sie brauchen können.

Denn das, was die Jungs da in der ersten Viertelstunde ablieferten, hatte wenig mit gutem Handball zu tun, das waren „Rohrkrepierer“ am laufenden Band.
Die Abwehr klappte nicht, im Angriff Fehlpässe, Fehlwürfe, unkonzentrierte Aktionen, was war los? Der Gegner überrannte Ferndorf förmlich und in der 14. Minute war es Vincent Sohmann, der die Gastgeber mit 10:3 in Front brachte.Es schaute alles nach einem Debakel aus und es wird wohl kaum noch jemand an eine Wende geglaubt haben. Die Mannen aus Sachsen-Anhalt hatten Ferndorf letztmalig in der 2. BL am 10.06.2017 in der Stählerwiese besiegt, sollte der zweite Sieg in der eigenen Arena stattfinden?

Eine Wende, sogar eine große Wende wurde eingeläutet, als in der 14. Minute Tim Hottgenroth in den Kasten kam. Er löste Marin Durica ab, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte und bis zu dem Zeitpunkt nicht einen Ball abwehren konnte.
Und kaum im Tor wehrte Tim zwei Würfe des Gegners ab und die Ferndorfer legten mit Julian Schneider und Josip Eres zum 10:5 nach. Als der TuS zwischen der 19. und der 22. Minute durch Josip Eres und zwei mal Thomas Rinke auf 12:9 verkürzte, nahm Uwe Jungandreas seine Auszeit.
Das fruchtete, denn in der 27. Minute war der alte Abstand wieder hergestellt, Dessau-Roßlau führte mit 15:10. Dazwischen natürlich immer mal wieder eine Glanzparade von Tim Hottgenroth im Tor.

Tim Hottgenroth 12 Paraden

Aber es war nicht das, was sich Robert Andersson gewünscht hatte und auch Dessau-Coach Uwe Jungandreas  war sicherlich ein wenig überrascht, hatte er doch vor dem Spiel noch gesagt “ Meiner Meinung nach hat der TuS Ferndorf das beste Konterspiel in der 2. Handball-Bundesliga!

Davon war man noch weit entfernt, aber noch war ja auch nicht „Aller Tage Abend“ und so ging man mit einem 17:12 in die Kabine. Diese 12 Treffer erzielten  auch nur 4 Spieler, Josip Eres (5), Thomas Rink (3) und die Schneider-Brothers mit jeweils 2.
Auf gehts zur 2. HZ, denn es kann ja eigentlich nur besser werden und es wurde besser. Dessau führte in der 38. Minute mit 21:17, hatte den Ball, warf, aber Tim Hottgenroth parierte den Wurf.

Josip Eres 12 Treffer

Danach kamen Fehlwürfe vom Gegner, tolle Paraden von TuS-Keeper und natürlich Ferndorfer Treffer am laufenden Band. In Zahlen hieß das Ferndorf 6 und Dessau 1 Treffer (Josip Eres (4) und Andreas Bornemann und Lukas Pechy je (1). Auf der Hallenuhr las man 49:28 und die Anzeigetafel zeigte ein 22:23, Ferndorf lag kurz vor der Crunchtime das erste mal in Führung. Über Kampfgeist, Willensstärke und einer immensen Leistungssteigerung auf allen Positionen war das möglich gewesen.

Danach parierte der TuS-Keeper direkt einen Siebenmeter und Ferndorf verteidigte den Vorsprung und die Führung, die niemand mehr erwartet hatte, bis zu letzten Minute. Dessau brachte noch einen 7. Feldspieler, aber Ferndorf stemmte sich gegen ein mögliches Remis oder gar gegen eine Niederlage. Doch Dessau hatte seine Magazine leergeschossen, auch einen Siebenmeter in der 59. Minute warfen sie neben das Tor.

Lucas Schneider 5 Tore

Fazit: Eine 100-prozentige Leistungssteigerung in der 2. HZ führte den TuS Ferndorf zurück auf die Siegerstraße und führte sie zu einem nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg. Überragend heute wieder einmal die Leistung von Josip Eres mit seinen 12 Treffern, die „frechen Tore“ von Lucas Schneider (5) und von Julian Schneider (2) und die 4 Kreistreffer von Thomas Rink. Somit erzielten die Außenspieler des TuS alleine 15 Tore und konnten damit die Ausfälle von Fauli und Patrick gut kompensieren.

Und dieser Sieg katapultierte sie vom 13. auf den 7.Tabellenplatz und die Spieler Josip Eres und Lucas Schneider in die Mannschaft des 11. Spieltages der 2. HBL, Glückwunsch dazu.

Statistik:
Dessau-Roßlauer HV gegen TuS Ferndorf 26:28 (17:12)

Marin Durica 0 Paraden
Tim Hottgenroth 12 Paraden = 31,6 %
Josip Eres 12 Tore
Lucas Schneider 5
Thomas Rink 4
Lukas Pechy 3
Julian Schneider 2
Andreas Bornemann und Torben Matzken je 1

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