BPS-Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Siegen

(wS/red) Siegen/Neunkirchen 26.01.2021 | PSA-Test weiterhin keine Kassenleistung im Rahmen der Früherkennung

Im Dezember 2020 hat sich der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gegen den kostenfreien PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs ausgesprochen.

Rund 60.000 Männer erhalten jährlich die Diagnose „Prostatakrebs“, etwa 14.000 sterben daran. Wie bei allen Krebserkrankungen gilt auch hier: Je früher erkannt, desto besser. Derzeit ist lediglich das Abtasten der Prostata zur Früherkennung eine Kassenleistung. Die Aussagekraft dieser Untersuchung ist nicht umfassend. Abhilfe würde hier die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (kurz PSA) schaffen, das nur in der Prostata produziert wird und mit steigendem Wert Rückschlüsse auf bösartige Veränderungen zulässt. Dieser PSA-Test ist derzeit keine Kassenleistung im Rahmen der Früherkennung und daher kostenpflichtig.

Seit elf Jahren kämpft der BPS in den entscheidenden Gremien um die Anerkennung des risikoadaptierten PSA-Tests als kostenfreie Früherkennungsmaßnahme. Die Entscheidung des G-BA vom Dezember ist ein herber Rückschlag, aber der BPS wird mit der Rückendeckung wichtiger Fachgesellschaften nicht aufgeben, denn eine umfassende Früherkennung ist wichtig.

Da Prostatakrebs –frühzeitig erkannt– heilend behandelt werden kann, rufen auch wir, die BPS-Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Siegen, den Gesetzgeber auf, den PSA-Test auch in der Prostatakrebs-Früherkennung kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Unsere Selbsthilfegruppe steht betroffenen Männern, aber selbstverständlich auch deren Angehörigen, jederzeit für Fragen und Hilfe zur Verfügung. Nutzen Sie diese Möglichkeit! Schauen Sie doch einmal bei einem unserer Gruppentreffen rein oder rufen Sie uns an!

Näheres über uns erfahren Sie im Internet unter www.prostatakrebs-siegen.de oder per Telefon 02735/5260.

Über den BPS:
Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) wurde im Jahr 2000 von gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Mittlerweile gehören über 200 Selbsthilfegruppen dem BPS an. Der gemeinnützige Verein steht unter der Schirmherrschaft der Stiftung Deutschen Krebshilfe und ist europaweit die größte und weltweit die zweitgrößte Organisation von und für Prostatakrebspatienten. Der BPS vertritt Patienteninteressen im Gemeinsamen Bundesausschuss und ist Mitglied in der europäischen Prostatakrebs Selbsthilfevereinigung „Europa UOMO“.

Symbolfoto: Tim Reckmann / pixelio.de

 

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