Organisationsteam begeistert von Resonanz auf Jugendkonferenz

(wS/Ne) Neunkirchen 11.09.2021 | „Wir sind die Zukunft“ – Organisationsteam begeistert von Resonanz auf Jugendkonferenz

Als großen Erfolg und wegweisenden Auftakt der Bürger:innenbeteiligungsgespräche bezeichnete Organisatorin Sylvia P. Heinz die Jugendkonferenz, zu sich jetzt rund 100 Teilnehmer:innen in der Turnhalle der Grundschule Neunkirchen einfanden. Bereits im Vorfeld hatten die 12- bis 18-Jährigen im Rahmen einer Jugendumfrage Wünsche und Kritik äußern können. Die Jugendkonferenz in Präsenz bot nun die Möglichkeit, auf Augenhöhe mit Mitgliedern von Verwaltung und Planungsbüro konkrete Ideen zu äußern und zu diskutieren.

Mit Herberg Grönemeyer gesprochen ist Heimat nicht zwingend ein Ort, sondern auch ein Gefühl. Die Veranstalter:innen der Jugendkonferenz trafen somit offenbar den Nerv der Zielgruppe.

An vier Thementischen konnten die Jugendlichen – je nach Neigung und Interesse – ihr „Neunkirchen von morgen“ entwickeln. Mehr Fahrradwege, ein „Wunschbrunnen“, gemeindeweite Treffpunkte zum Chillen, ein Kletterpark, gutes WLAN und ein Angebotshaus mit Kino, Sport- und Kreativangeboten – so lauteten einige der Ideen, die von den sehr interessierten und motivierten Schüler:innen geäußert wurden.

Zu ihnen gehörten auch Samuel, Stina und Mohammed die mit ganz unterschiedlichen Ansätzen zu der Veranstaltung gekommen waren. Auf Samuels To-Do-Liste für die Gemeinde standen eine gute Bus- und eine gute Internetverbindung. Für den jungen Salchendorfer soll bei der Umgestaltung der Ortsmitte außerdem ein Treffpunkt für Jugendliche mitgedacht werden. Einen Ort, um sich mit ihren Freund:innen zu treffen wünscht sich auch Stina. Die 14-Jährige aus Wiederstein würde außerdem gern einen Parcours zum Fahrrad- oder Longboardfahren haben. Sie wählt im Workshop den Tisch mit den „Angeboten für Jugendliche“. Mohammed hat sich für den Themenschwerpunkt „Heimat“ entschieden. Seit zwei Jahren ist der junge Syrer in Deutschland und besucht dank seiner hervorragenden Deutschkenntnisse das Gymnasium. Der 15-Jährige steckt voller Visionen für die Zukunft Neunkirchens, aber auch für seine eigene Zukunft.

Das gute Wetter lockte auf den Schulhof der Grundschule. Hier ließen sich die relevanten Themen bei einem kühlen Slushie ganz „gechillt“ diskutieren.

Eine breite Bestandsaufnahme und viele umsetzbare Ideen konnten im Laufe des Nachmittags gesammelt werden. „Die erarbeiteten Vorstellungen basieren in Teilen auf den Ergebnissen der Jugendumfrage, gehen aber schon sehr viel mehr ins Detail“, erklärte Jugendpfleger Thilo Edelmann, der die Kernaussagen der Umfrage für die Jugendlichen zusammenfasste.

Die Resonanz war riesig. Rund 100 12- bis 18-Jährige waren gekommen, um mitzubestimmen und mitzugestalten.

„Die Jugendlichen haben viele tolle und zukunftsweisende Ideen. Man merkt, dass sich einige von ihnen bereits intensiv mit Themen wie Ortsmitte oder Freizeit auseinandergesetzt und dabei ihr Leben in Neunkirchen vor Augen haben“, zeigte sich Organisatorin Sylvia P. Heinz im Anschluss an die Veranstaltung sehr zufrieden. Zufrieden waren am Ende auch Samuel, Stina und Mohammed, die der Gestaltung ihrer „Wunschheimat“ ein wenig nähergekommen waren. Stina konnte sich zudem noch über ein IPad freuen. Das gab es als ersten Preis für die Teilnahme an der gemeindeweiten Umfrage.

Bürgermeister Dr. Bernhard Baumann – hier mit der Organisatorin, Sylvia P. Heinz, – ließ es sich nicht nehmen, die Jugendlichen zu Beginn der Veranstaltung zu begrüßen.

Der kurzweilige Nachmittag endete mit einem leckeren Snack, guter Musik von der Band LSD! und dem Versprechen viele der Teilnehmer:innen, sich auch künftig an dem Entwicklungsprozess zu beteiligen. Beim nächsten Planungsgespräch am 9. November ist also wieder mit denjenigen Mädchen und Jungen zu rechnen, die sich zurecht als „Zukunft der Gemeinde“ bezeichnen. Das Büro Stadt.Menschen.Berlin, das die Jugendkonferenz gemeinsam mit Akteuren aus der Gemeindeverwaltung ausgearbeitet und durchgeführt hat, wird auf Basis der Ergebnisse der Konferenz nun gemeinsam mit Jugendpfleger Thilo Edelmann eine Dokumentation erarbeiten. In diesem Rahmen wird überprüft, welche Ideen umgesetzt und in die Gestaltung der Ortsmitte integriert werden können. Offiziell vorgestellt wird die Umfrage in der Ratssitzung am 16. Dezember.

Die Band LSD! begeisterte das junge Publikum mit tollen Interpretationen aktueller Pop-Songs.

Die Veranstaltung konnte dank mehrerer Förderungen durchgeführt werden. Der Workshop „Planen für die Zukunft“, der als Beteiligungsprojekt in die Jugendkonferenz eingebettet war, wurde von den StadtKindern aus Dortmund begleitet. Dieses Planungsbüro hat während der nächsten Jahre als Quartiersmanagement die Entwicklung der Ortsmitte im Fokus. Der Workshop wurde exklusiv finanziert vom Zukunftsnetz Mobilität NRW. Unterstützt wurde die Jugendkonferenz auch vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW sowie von der Sparkasse.

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