Burbach fördert auch 2022 private Baumaßnahmen

(wS/Bu) Burbach 15.01.22100.000 Euro für Gemeinde-Programm zur Stärkung der Ortskerne

Wer eine Immobilie kaufen, ein Haus bauen, energetisch sanieren oder barrierefrei umbauen möchte, wird in Burbach besonders unterstützt. Ergänzend zu bekannten Förderkulissen, beispielsweise von der Kfw-Bank, hat die Gemeinde bereits 2010 das eigene „Förderprogramm zur Stärkung der Ortskerne“ auf den Weg gebracht. Ziel ist der Erhalt und der Neubau von Immobilien mitten in den Dörfern. Wie auch das Baulückenkataster ist es somit ein Instrument, um Eigentümerinnen und Eigentümer oder Bauwillige zu motivieren, weiterhin in den Orten zu Wohnen bzw. dort zu bauen. Im vergangenen Jahr wurden rund 70 Maßnahmen mit insgesamt 68.447,57 Euro aus diesem Topf unterstützt. Für 2022 stehen erneut 100.000 Euro bereit.

Gefördert wird neben dem Kauf von Bestandsgebäuden auch der Neubau im Ortskern – hierfür ist jedoch der vorherige Abriss einer Altimmobilie an gleicher Stelle Bedingung. Die Förderung eines Neubaus in einer Baulücke ist somit ausgeschlossen. Für Kauf (ab 50.000 Euro) und Neubau (ab 100.000 Euro) beträgt der Förderbetrag pauschal 1100 Euro pro Ein- oder Zweifamilienhaus. Zusätzlich können 300 Euro pro Kind beantragt werden, wobei die Maximalförderung insgesamt 2300 Euro betragen kann. Wer sein Eigenheim barrierefreie umbaut oder energetisch saniert, kann sich 10 Prozent der Bruttoinvestitionen (mindestens 5000 Euro) fördern lassen. Der Förderhöchstbetrag ist mit 1375 Euro festgesetzt.

Unabhängig der teils verheerenden Starkregenereignisse des vergangenen Sommers, fördert Burbach seit einigen Jahren auch Maßnahmen des Hochwasserschutzes über das gemeindeeigene Förderprogramm; beispielsweise das Abdichten von Kelleröffnungen, Türen und Fenstern, die Verlagerung von Sicherheitskästen oder Heizungstechnik auf ein höheres Niveau, die Installation von Pumpen etc. Ein Viertel der Bruttoinvestitionskosten können hier geltend gemacht werden (Mindestinvestition 500 Euro), der Förderhöchstbetrag liegt bei 275 Euro.

Die gleiche Förderquote gilt bei einer dorfgerechten Bepflanzung von Freiflächen im Ortskern: 25 Prozent der Bruttoinvestition (mindestens 500 Euro) können gefördert werden, maximal jedoch 275 Euro. Der Fachbereich Bauen und Wohnen hat hierzu eine umfangreiche Pflanzliste zusammengestellt.

Weitere Boni von 50 bis 250 Euro gibt es für die Inanspruchnahme einer kostenlosen Beratung durch die ehrenamtlichen Klimabotschafter der Gemeinde (wobei die Besuche der Klimabotschafter derzeit coronabedingt ausgesetzt sind), einen geringeren Energiebedarf als bei der Altimmobilie oder für die Verwendung ökologischer Baustoffe.

Gefördert werden u.a. energetische Sanierungsmaßnahmen sowie das Bauen mit ökologischen Baustoffen. Foto: Pixabay/nattanan23

Über die Einzelheiten der Rahmenbedingungen und Anforderungen sowie mögliche Kombinationen verschiedener Förderelemente informiert die Broschüre zum „Burbacher Förderprogramm zur Stärkung der Ortskerne“, die auch als Download auf der Internetseite der Gemeinde Burbach zu finden ist unter www.burbach-siegerland.de/Wirtschaft-Bauen. Ansprechpartnerin für persönliche Rückfragen zum Förderprogramm ist Anna-Lena Herrmann, E-Mail AL.herrmann@burbach-siegerland.de oder Telefon (0 27 36) 45 84. Elisbath Fley nimmt Anfragen für die Klimabotschafter per E-Mail an e.fley@burbach-siegerland.de oder telefonisch unter (0 27 36) 45 82 entgegen.
Das „Förderprogramm zur Stärkung der Ortskerne“ ist ein wichtiger Baustein der Burbach-Initiative „LebensWERTE Dörfer“. Seit 2010 wurden insgesamt 673.991,06 Euro für mehr als 700 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen an privaten Investitionen in Höhe von rund 23 Millionen Euro ausgezahlt. 2020, das erste Corona-Jahr, war mit 102.985,47 Euro das bisher förderintensivste Jahr des Programms.

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