Heimatfreunde Oberfischbach e.V. erreichen ersten Platz beim Westenergie Klimaschutzpreis

(wS/we) Freudenberg 12.11.2023 | Innovative Lösungen, neue Technologien oder clevere Strategien spielen in vielen Städten und Kommunen eine immer größere Rolle, um ein Bewusstsein für den Klimaschutz zu schaffen.
Vom engagierten Bürger, der in einem Podcast die Zuhörer über das Energiesparen informiert, bis hin zum Sportverein, der sich um die artgerechte Heimat für Schleiereulen in seiner Nachbarschaft kümmert, gibt es vielfältige Ideen und Maßnahmen, um die Belange des Klimaschutzes zu schärfen. Mit dem Westenergie Klimaschutzpreis prämiert der Energiedienstleister und Infrastrukturanbieter das Engagement der Bürger*innen in seinen Partnerkommunen.

Mit drei tollen Projekten haben sowohl der Oberfischbacher Heimatverein, die Esther-Bejerano Schule als auch die Grundschule Oberfischbach den diesjährigen Klimaschutzpreis gewonnen.
Unter dem Motto „In der Nacht auf der Piste – am Tag in der Kiste“ widmeten sich die Heimatfreunde unter der Leitung von Gunda Löser-Utsch dem Thema Fledermäuse. Mit fachkundiger Hilfe der biologischen Station Siegen-Wittgenstein, wurden Netze an Weihern aufgespannt, in denen sich die Tiere verfingen. So konnten Informationen darüber erhalten werden, welche Arten sich in unserer Heimat aufhalten. Mittlerweile wurden bereits 40 Nistkästen in der näheren Umgebung aufgehangen, um die Tiere und deren Verhalten beobachten zu können. Ein außergewöhnliches Projekt das zurecht den ersten Platz erreicht hat.

Mit der Bienen-AG punktete die Esther-Bejarano-Gesamtschule und erreichte den zweiten Platz.

Als drittwichtigstes Nutztier in Deutschland sorgen Bienen dafür, dass Pflanzen bestäubt werden. Dieser Vorgang ist entscheidend für die Ernte von Obst und Gemüse. Die Lernenden kümmern sich im Rahmen des AG-Angebots um das Wohlergehen der fleißigen Insekten.

Dabei erwerben sie theoretische und praktische Kenntnisse zur Haltung von Bienen, zur Bekämpfung von Krankheiten und zur Honigernte. Wer noch ein Glas des selbst gewonnen Nektars gegen eine Spende erwerben möchte, sollte am 25.11 unbedingten zum Tag der offenen Tür kommen.

Den dritten Platz konnte sich die Grundschule Oberfischbach mit Unterstützung der ARGE sichern. „Naturräume schaffen – Natur erlebbar machen“ hieß die Aktion, in der eine Außenklasse in Form von Sitzbänken aus Holzstämmen errichtet wurde. Mit einem geplanten Insektenhotel und einer Infotafel über die Verrottungsdauer von Müll können nicht nur Schüler Erholung finden und sich der Natur nahe fühlen, denn die Sitzbänke sind für jeden zugänglich.

„Wir dürfen einmal mehr sehr beeindruckende Projekte auszeichnen, die sich intensiv damit auseinandersetzen, wie wir alle das Klima schützen können. Raum und Bewusstsein für Fledermäuse und Bienen zu schaffen ist dabei ebenso wertvoll wie die Natur als Schulklasse erlebbar zu machen“, sagte Bürgermeisterin Nicole Reschke.

Eine von der Stadt und Westenergie besetzte Jury ermittelte die besten Projekte, die in Summe von der Stadt Freudenberg und Westenergie ein Preisgeld von insgesamt 3.000 Euro erhalten haben.

Denn den regionalen Umwelt- und Klimaschutz stärken, geht nur gemeinsam. „Wir freuen uns, jedes Jahr mit der Stadt Freudenberg zusammen engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Schulklassen, Vereine und Gewerbetreibende zu finden die sich für die Umwelt engagieren und gratulieren allen Preisträgern. Die Projekte zeigen, dass jeder Einzelne von uns etwas für den Klimaschutz tun kann“, sagte Peter Imhäuser, Leiter des Westenergie-Kommunalmanager in Siegen.

Alle Bürger und Vereine können sich mit ihren Ideen und Projekten rund um Klima- und Umweltschutz bewerben. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass das Projekt dem Allgemeinwohl dient. Wer also jetzt schon eine gute Idee hat, sollte sich dafür im kommenden Jahr bewerben.

Bürgermeisterin Nicole Reschke (2. v.l.) und Peter Imhäuser (l.) zeichneten die Preisträger im Beisein von Vertretern der Fraktionen im Dorfgemeinschaftshaus Oberfischbach aus.

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