(wS/dia) Freudenberg 24.08.2026 | Es war ein Nachmittag voller Erinnerungen, Anekdoten und herzlicher Wiedersehensfreude: An der Grillhütte Holzhausen/Burbach trafen sich rund 20 frühere und aktuelle Ärzte der Orthopädie und Chirurgie des Diakonie Klinikums Bethesda in Freudenberg zu einem geselligen Beisammensein. Unter den Gästen waren auch die ehemaligen Chefärzte Dr. Erich Lange und Dr. Patrick Sweeney sowie der frühere Oberarzt Dr. Friedhelm Bauer. Organisiert hatten den Nachmittag die Assistenzärzte der Orthopädie und Unfallchirurgie.
Die Atmosphäre an der Grillhütte glich beinahe einem Klassentreffen: Die Mediziner ließen gemeinsam fast 50 Jahre Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie am Freudenberger Krankenhaus Revue passieren – und die Geschichte, die dabei erzählt wurde, reicht bis in die späten 1970er-Jahre zurück.
Stolze 34 Jahre war Dr. Erich Lange ab 1977 Chefarzt der Chirurgie am Krankenhaus Bethesda. Als Allgemeinchirurg deckte er damals das gesamte Spektrum des Fachbereichs mit Abdominal- und Unfallchirurgie ab und baute eine hochwertige Allgemeinchirurgie auf. In den 1980er-Jahren leistete Dr. Lange Pionierarbeit: Er war der Erste in der Region, der minimalinvasiv operierte. Um sich das nötige Rüstzeug anzueignen, besuchte er eigens spezielle Kurse. Schon damals zeigte er sich überzeugt davon, dass die minimalinvasive Chirurgie ein Meilenstein für die Medizin sein werde.
Ein besonders herzliches Wiedersehen gab es beim Grillfest zwischen Dr. Lange und seinem früheren Chefarztkollegen Dr. Patrick Sweeney. Ab 1997 teilten sich die beiden das große chirurgische Spektrum an der Freudenberger Euelsbruchstraße: Während sich Dr. Lange auf die Allgemein- und Gefäßchirurgie konzentrierte, übernahm Dr. Sweeney die Leitung des unfallchirurgischen Bereichs. Federführend in Sweeneys Hand lag zudem der Schwerpunkt der Knie- und Hüftgelenksendoprothetik. Gelenkersatz-Operationen einschließlich der Wechseloperationen standen im Mittelpunkt seines Wirkens. Knapp 40 Jahre lang war Dr. Sweeney als Chirurg tätig, davon 25 Jahre als Chefarzt im Bethesda – und verschaffte sich in Freudenberg ein Renommee weit über die Grenzen des Siegerlandes hinaus. 2022 verabschiedete er sich in den Ruhestand.
2021 erhielt die Abteilung Verstärkung: Schulterspezialistin Dr. Birgit Schulz wurde neben Dr. Sweeney als zweite Chefärztin berufen. Die seit 2008 im Bethesda tätige Ärztin konnte mit ihrer Expertise eine Versorgungslücke im Siegerland schließen – denn Experten bei Schulterleiden gibt es in Nordrhein-Westfalen bis heute nur wenige. Neben dem Schultergelenkersatz führt das Team um die Chefärztin Behandlungen unter anderem bei Kalkschulter, Schulterarthrose, Rotatorenmanschettenruptur und Auskugelung des Gelenks durch.
In diesem Jahr wurde die chefärztliche Doppelspitze in der orthopädischen Klinik fortgeführt: Seit Mai ist Dr. Kai Drastig Leiter der Hüft- und Kniegelenksendoprothetik. Sein Portfolio umfasst das gesamte Spektrum endoprothetischer Operationen – darunter minimalinvasive OP-Techniken, Teilgelenkersatz, Individualendoprothetik, Kurzschaftprothesen sowie teil- und vollgekoppelte Knieprothesen.
Das Treffen an der Grillhütte zeigte einmal mehr, wie sich die einst klassische Chirurgie zu einer hochpräzisen Disziplin gewandelt hat – dank technischer Fortschritte, neuer Operationsverfahren und moderner Behandlungskonzepte. Chefärztin Dr. Birgit Schulz resümierte: „Und dazu hat jeder von uns einen großen Beitrag geleistet. Wir konnten auf fast fünf Jahrzehnte Geschichte des Diakonie Klinikums Bethesda zurückblicken – und auf Menschen, die den Entwicklungsprozess maßgeblich mitgeprägt haben.“

Die Chefärzte der orthopädischen Klinik im Bethesda (von rechts) Dr. Kai Drastig und Dr. Birgit Schulz mit den ehemaligen Chefärzten Dr. Patrick Sweeney und Dr. Erich Lange beim Grillfest-Wiedersehenstreffen. Foto: Diakonie in Südwestfalen
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