(wS/ots) NRW 21.09.2026 | Gegen 20:30 Uhr kam es am Samstagabend (19. September) in Marsberg zu einer Auseinandersetzung mit tödlichem Ausgang. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand ging dem Geschehen ein verbaler Streit zwischen zwei Männern aus Hamm auf der einen Seite sowie einer Gruppe von Personen aus Marsberg und Rüthen auf der anderen Seite voraus. Der spätere Verstorbene gehörte zu dieser Gruppe.
Im Verlauf der anschließenden körperlichen Auseinandersetzung erlitt der 15-Jährige aus Dortmund tödliche Stichverletzungen, an denen er noch vor Ort erlag. Ein 18-jähriger Mann aus Marsberg wurde ebenfalls schwer verletzt und musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Als dringend tatverdächtig gelten zwei Männer im Alter von 22 und 23 Jahren aus Hamm, die unmittelbar nach der Tat flüchteten. Die Fahndung nach den beiden Flüchtigen dauert an, die Mordkommission der Polizei Dortmund sowie die Staatsanwaltschaft Arnsberg haben die Ermittlungen übernommen. Nach Einschätzung der Behörden besteht derzeit keine Gefahr für die Öffentlichkeit.

Weitere Messerdelikte in NRW: Raubüberfälle, Angriffe und Club-Streitigkeiten
Neben dem Tötungsdelikt in Marsberg wurden den NRW-Polizeibehörden zu Wochenbeginn mehrere weitere Straftaten gemeldet, bei denen Messer als Drohmittel oder Waffe eingesetzt wurden:
Bielefeld-Heepen: Am Freitagabend (18. September) attackierte ein unbekannter Fußgänger gegen 19:05 Uhr grundlos ein an einer Kreuzung wartendes Motorrad. Der Mann versuchte zunächst, eine 22-jährige Sozia mit einer Umhängetasche zu schlagen, zog dann ein Messer und bedrohte sie. Der 22-jährige Motorradfahrer konnte mit seiner Beifahrerin flüchten; eine Fahndung nach dem Täter blieb erfolglos.
Köln-Höhenberg: Ein 36-jähriger Mann überfiel am Freitagabend (18. September) gegen 20:00 Uhr die Kassiererin eines Supermarkts in der Olpener Straße. Unter der Drohung, sie zu verletzen, griff er in die Kasse und flüchtete mit einem vierstelligen Bargeldbetrag. Ein 21-jähriger Ladendetektiv verfolgte den Täter auf einem Leihfahrrad und hielt ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die Einsatzkräfte stellten ein Küchenmesser sowie die Beute sicher; der Tatverdächtige wurde einem Haftrichter vorgeführt.
Gangelt (Kreis Heinsberg): Zwei unerkannte Männer drangen am späten Samstagabend (19. September) gegen 23:30 Uhr gewaltsam in eine Wohnung am Willi-Schürgers-Ring ein. Sie bedrohten den Bewohner unter Vorhalt von Messern, forderten Gegenstände und flüchteten anschließend mit mehreren persönlichen Besitzstümern des Mannes. Die Kriminalpolizei sucht nach Zeugen.
Hagen-Vorhalle: Am Sonntagnachmittag (20. September) wurde ein 14-jähriger Jugendlicher gegen 17:30 Uhr auf dem Europaplatz opfer einer räuberischen Erpressung. Zwei Unbekannte forderten seinen E-Scooter, wobei einer der Täter ein Klappmesser vorzeigte und der andere drohend einen Baseballschläger hielt. Die Täter flüchteten mit dem Roller in Richtung Bahnhof Vorhalle.
Moers: Innerhalb von 28 Stunden wurde dasselbe Sonnenstudio auf der Uerdinger Straße zweimal überfallen. Am Samstag (19. September, 18:50 Uhr) bedrohte ein Täter eine Mitarbeiterin mit einem Klappmesser und erbeutete Kassenbargeld. Am Sonntagabend (20. September, 21:50 Uhr) versuchte ein Täter erneut vergeblich, die Kasse zu öffnen, bedrohte herbeieilende Zeugen mit einem Taschenmesser und floh ohne Beute. Die Polizei prüft, ob es sich um denselben Täter handelt.
Paderborn: Vor einem Club in der Marienstraße gerieten am frühen Samstagmorgen (19. September) gegen 04:00 Uhr zwei Männer (38 und 57 Jahre alt) in Streit. Nachdem sich die Auseinandersetzung auf die Straße verlagert hatte, zog der 57-Jährige ein Messer und verletzte den 38-Jährigen am Arm. Umstehende Zeugen brachten den Angreifer zu Boden, entwaffneten ihn und übergaben das Messer der Polizei. Beide Männer wurden per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

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