(wS/gr) Netphen 02.10.2026 | Im Rahmen des Glasfaserausbaus in Netphen-Deuz ist es zu einem Umweltvorfall gekommen. Ein von GREENFIBER beauftragter Nachunternehmer hat bei einer Spülbohrung anfallenden Bohrschlamm in einen Kanal eingeleitet. Dieser Kanal ist über einen Überlauf mit der Sieg verbunden, sodass der Bohrschlamm in das Gewässer gelangte. Das teilte das Hamburger Infrastrukturunternehmen GREENFIBER in einer Pressemitteilung mit.
GREENFIBER bedauert den Vorfall und verurteilt das Vorgehen des Nachunternehmers. Die Einleitung von Bohrschlamm in einen Kanal entspreche in keiner Weise den Anforderungen und Standards, die GREENFIBER an die Ausführung seiner Bauarbeiten und an die Zusammenarbeit mit Nachunternehmen stelle, heißt es in der Mitteilung.
Bei dem Bohrschlamm handelt es sich laut GREENFIBER um Bentonit-Schlamm – einen mineralischen, anorganischen Tonstoff, der in der Umwelt nicht abgebaut wird. Dieser sei entsprechend den geltenden Vorgaben fachgerecht zu erfassen, abzutransportieren und ordnungsgemäß zu entsorgen. Eine unkontrollierte Einleitung in ein Gewässer sei nicht vorgesehen.
Als unmittelbare Konsequenz wurde durch das beauftragte Planungsbüro im Auftrag des Generalübernehmers ein Baustopp verhängt. Weitere rechtliche Schritte gegen den Nachunternehmer werden laut GREENFIBER derzeit geprüft. Parallel dazu wurden Maßnahmen zur Beseitigung des Bohrschlamms eingeleitet. Dabei würden Schlammablagerungen im betroffenen Bereich fachgerecht abgesaugt und entfernt.
„Ein solcher Vorfall entspricht in keiner Weise unserem Anspruch an einen verantwortungsvollen Glasfaserausbau. Wir nehmen den Vorfall sehr ernst, werden den Vorgang intern umfassend aufarbeiten und unsere bestehenden Kontrollmechanismen der ausführenden Firmen verschärfen“, sagte GREENFIBER-Geschäftsführer Uwe Krabbe.
GREENFIBER ist ein Infrastrukturunternehmen, das sich auf den Bau von Glasfasernetzen in bisher unterversorgten Regionen spezialisiert hat.

Foto: Greenfiber
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