(wS/red) Kreuztal 11.08.2026 | Wer heute (11.08.2026) auf dem Kindelsberg unterwegs war, ist am Parkplatz vielleicht schon an einem grünen Bauwagen und zwei Tischen voller spannender Dinge vorbeigekommen. wirSiegen.de hat dort Pascal Dörr getroffen – er gehört zum Landesbetrieb Wald und Holz NRW, genauer gesagt zu den Rangern Südwestfalen. Mit ihrer mobilen Ranger-Station machen die Ranger derzeit auf dem Kindelsberg Station und suchen ganz bewusst das Gespräch mit den Menschen.
Ein Pilotprojekt, das zu den Leuten kommt
Die mobile Station ist etwas Neues – ein Pilotprojekt. „Wir versuchen im Moment, wie eine mobile Rangerstation ankommt“, erklärt Pascal Dörr im Gespräch mit wirSiegen.de. Der Hintergrund: Es gibt bereits fest installierte Rangerstationen. Die haben aber einen Haken. „Wir erreichen halt dann immer nur die Leute, die dahin kommen“, so Dörr. Und genau das soll sich ändern. Statt darauf zu warten, dass die Menschen zur Station kommen, bringen die Ranger ihre Station jetzt einfach dorthin, wo die Menschen ohnehin unterwegs sind – zum Beispiel auf den Kindelsberg. Jetzt wird geschaut, wie das an solchen Plätzen funktioniert.
Der Gedanke dahinter ist einfach und sympathisch zugleich: „Wir wollen ein bisschen mehr die Leute erreichen, die wir sonst nicht erreichen“, sagt Dörr. Und die Themen? Da ist praktisch alles möglich. Waldumbau, Windenergie – und darüber hinaus alles, was den Menschen auf dem Herzen liegt. „Alles, was euch in den Sinn kommt, könnt ihr uns immer ansprechen“, lädt der Ranger ausdrücklich ein. Wer also schon lange eine Frage rund um Wald und Natur mit sich herumträgt, ist hier genau richtig.

Ranger Pascal Dörr

Zum Anfassen: Geweih, Huf und Felle
Besonders spannend wird es an den Tischen vor der Station. Dort hatte Pascal Dörr allerhand ausgebreitet, das man sonst nicht so leicht aus der Nähe zu sehen bekommt. Im Mittelpunkt: Abwurfstangen vom Rothirsch. Und dazu erzählt der Ranger eine Geschichte, die viele so noch nicht kannten. Der Hirsch trägt sein Geweih ein halbes Jahr. Dann bilden sich – so Dörr – knochenfressende Zellen, und das Geweih fällt einfach ab. Wehtun tut dem Tier das übrigens nicht: „Er wirft es einfach ab, wenn er es nicht mehr braucht.“
Gleich daneben lag das passende Gegenstück: der Huf vom Rothirsch. Daran lässt sich gut erkennen, dass es sich um einen Paarhufer handelt. Und damit man ein Gefühl für die Größenverhältnisse bekommt, hatte Dörr auch etwas vom Rehwild dabei – die andere heimische Hirschart, allerdings deutlich kleiner.
Nicht zu übersehen waren außerdem die vorbereiteten Felle. Fuchs, Marder, Waschbär und Dachs konnte man hier direkt vergleichen. Ein kleiner Tipp vom Ranger, den man sich gut merken kann: Den Waschbär erkennt man ganz intuitiv an seinem geringelten Schwanz.
Wer noch mehr über diese Tiere wissen möchte, hat gleich mehrere Möglichkeiten. Man findet Infos auf der Homepage der Ranger – oder man spricht sie einfach direkt an, wenn sie vor Ort sind. „Da gibt es ganz viele Möglichkeiten“, sagt Dörr. Erreichbar sind die Ranger am besten über wald-und-holz.nrw.de. Es gibt auch einen Flyer, der vor Ort ausliegt, und unter dem Stichwort „Umweltbildung Südwestfalen“ ist das Team ebenfalls zu finden.
Der Tipp von wirSiegen.de
Morgen, am Mittwoch, ist Pascal Dörr von 12 Uhr mittags bis etwa 16 Uhr auf dem Parkplatz vom Kindelsberg vor Ort. Er freut sich darauf, mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und auch mal die Fragen zu beantworten, die viele schon lange einmal loswerden wollten.
Deshalb der Tipp von wirSiegen.de: Morgen einfach mal hochwandern oder hochfahren zum wunderschönen Kindelsberg – und mit Ranger Pascal Dörr von der mobilen Ranger-Station ins Gespräch kommen. Eine bessere Gelegenheit, den Fachleuten von Wald und Holz NRW direkt Löcher in den Bauch zu fragen, gibt es so schnell nicht wieder. Und wer den Termin am Kindelsberg verpasst: Ab Donnerstag steht die Station in der Trupbacher Heide, dort ist dann Kollege Frédéric Rock der Ansprechpartner.



Fotos: Andreas Trojak / wirSiegen.de
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