(wS/red) Kreis Siegen-Wittgenstein 15.08.2026 | Das sind genau die Nachrichten, auf die die Familien daheim, die Kameradinnen und Kameraden und wir alle gewartet haben: Der verheerende Großbrand im sauerländischen Marsberg (Hochsauerlandkreis) ist unter Kontrolle – und all unsere Einsatzkräfte aus Siegen-Wittgenstein sind wieder unversehrt und wohlbehalten zu Hause eingerückt!
Nachdem wir gestern noch vor Ort die ersten Bilder und Videos vom Abrücken der Einheiten zur überörtlichen Hilfeleistung eingefangen hatten, herrschte stundenlang geballte Anspannung. Am Samstagnachmittag meldete sich dann Netphens Feuerwehrleiter Sebastian Reh, – stellvertretender Kreisbrandmeister – mit der erlösenden Botschaft: „Allen geht es gut, und alle Kräfte sind wieder heile zurück!“
Reine Knochenarbeit im Glutofen des Waldes
Was unsere ehrenamtlichen Feuerwehrleute in den vergangenen Stunden dort oben im Hochsauerland geleistet haben, verlangt allerhöchste Kraft ab. Ein Waldbrand dieser Größenordnung ist kein alltäglicher Einsatz – es ist ein mörderischer Kampf gegen Hitze, Rauch und die schiere Erschöpfung.
Schwere Schläuche mussten per Hand durch extrem steiles, unwegsames Gelände gewuchtet werden. Unter den dicken Einsatzjacken stauten sich Temperaturen wie im Backofen, während einem der beißende Brandrauch den Atem raubte. Mit Löschrucksäcken, Schaufeln und Hacken ging es tief in die Glutnester im Waldboden, um Meter für Meter Riegelstellungen aufzubauen und ein weiteres Ausbreiten der Flammenwand zu verhindern. Wenn die Kräfte nach Stunden an ihre absoluten Grenzen stoßen, die Muskeln brennen und die Kehle staubtrocken ist, zählt am Ende nur eins: der blind funktionierende Zusammenhalt. Man passt aufeinander auf. Einer für alle, alle für einen.
Aktuelle Lage in Marsberg (Stand: Samstag, 14:50 Uhr)
- Feuer eingedämmt: Das offene Großfeuer konnte durch den massiven, kreisübergreifenden Löschangriff erfolgreich gestoppt werden.
- Brandwache vor Ort: Örtliche Einheiten aus dem Hochsauerlandkreis halten weiterhin Brandwache, um aufflackernde Glutnester im Boden direkt im Keim zu ersticken.
- Starke Nachbarschaftshilfe: Landwirte und Forstdienstleister unterstützen die Nachlöscharbeiten weiterhin unermüdlich mit schweren Tankfässern im Gelände.
- Weiterhin hohe Wachsamkeit: Wegen der anhaltenden Witterung bleibt der Waldboden extrem trocken – die Bevölkerung wird gebeten, jede verdächtige Rauchsäule sofort per Notruf 112 zu melden.
Die reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Einheiten aus dem Hochsauerlandkreis und unserer Feuerwehr aus Siegen-Wittgenstein hat einmal mehr gezeigt, wie stark und verlässlich dieser Schutzschild ist, wenn es hart auf hart kommt.
Ein fordernder Einsatz, der Mensch und Material alles abverlangt hat – und der einmal mehr gezeigt hat, welch enormen Respekt und Dank die ehrenamtliche Arbeit unserer Feuerwehrleute verdient.



Fotos von der Abfahrt in Siegen
Siehe – HIER – wirSiegen-Vorbericht vom 14.08.2026 über den Einsatz in Marsberg









