SPD-Kreistagsfraktion Siegen-Wittgenstein fordert Wiederaufbau der Ehrenamtsunterstützung

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(wS/spd) Siegen 06.10.2026 | Die SPD-Kreistagsfraktion Siegen-Wittgenstein unterstützt nach eigenen Angaben den Vorstoß von Landrat Andreas Müller, die praktische Unterstützung des Ehrenamts im Kreis wieder zu stärken. Die Fraktion beruft sich dabei auf die Ergebnisse des Ehrenamtsatlas 2026, wonach 65 Prozent der Erwachsenen im Kreis ehrenamtlich aktiv sind und durchschnittlich 203 Stunden im Jahr investieren – deutlich mehr als noch 2024.

„Unser Ehrenamt hält Siegen-Wittgenstein zusammen. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, die Kinder trainieren, Kultur ermöglichen, Nachbarschaft organisieren oder im Katastrophenschutz Verantwortung übernehmen. Wer seine Freizeit für andere einsetzt, muss sich auf den Kreis verlassen können“, erklärt Julian Maletz, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Die SPD sieht nach eigener Darstellung Handlungsbedarf, weil die Engagementquote gegenüber 2024 leicht zurückgegangen sei, während die geleisteten Stunden je engagierter Person gestiegen seien. Ziel müsse es sein, Aktive zu entlasten und zugleich mehr Menschen den Einstieg zu ermöglichen. Der in der Befragung geäußerte Wunsch nach zusätzlichen Qualifizierungsangeboten gebe dafür einen konkreten Ansatzpunkt.

Die Fraktion verweist darauf, dass der Kreis mit seinem früheren Ehrenamtsservice bereits über Strukturen zur Unterstützung freiwilligen Engagements verfügt habe, darunter Fortbildungen zu Rechten und Pflichten von Vereinsvorständen oder zu steuerlichen Fragen. An diese Unterstützung wolle die SPD wieder anknüpfen. Die Einstellung des kostenlosen Fortbildungsprogramms sei aus Sicht der Fraktion ein Fehler gewesen, so Maletz: „Wer ein Vorstandsamt übernimmt, trägt Verantwortung und muss sich häufig durch immer komplexere Anforderungen arbeiten. Genau dabei brauchen Vereine erreichbare Ansprechpartner und verlässliche Hilfestellung.“

Darüber hinaus erinnert die SPD-Fraktion an ihr bereits vor der vergangenen Kommunalwahl formuliertes Ziel, die Einrichtung eines „Hauses des Ehrenamts“ zu prüfen. Dort könnten laut SPD Beratung, Qualifizierung und Vernetzung gebündelt werden. Gemeinsam mit Vereinen, Verbänden und Kommunen solle geprüft werden, welche Angebote gebraucht würden und wie sie umgesetzt werden könnten.

Die schwierige Haushaltslage nehme die Fraktion dabei ernst. Gerade deshalb brauche es eine sorgfältige Prüfung, wie mit verfügbaren Mitteln möglichst wirksam geholfen werden könne. „Engagement muss unabhängig vom eigenen Geldbeutel möglich sein. Wir nehmen das Gesprächsangebot des Landrats gerne auf und wollen im Kreistag für eine verlässliche Unterstützung des Ehrenamts werben“, erklärt Maletz.

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