Olpe: Flucht vor der Polizei endete an Straßenlaterne

wS/po/wf.   Olpe –  Am Sonntagabend befuhr gegen 21:35 Uhr ein 49-Jähriger Olper mit seinem Toyota die Martinstraße in Olpe in Richtung Innenstadt. Eine entgegenkommende Streife registrierte in Höhe des Kreisverkehrs Pannenklöpperstraße, dass an dem PKW ein Kurzzeitkennzeichen angebracht war und entschloss sich, den Fahrzeugführer zu kontrollieren. Schon bei dem Wendemanöver des Streifenwagens erhöhte der Toyota-Fahrer seine Geschwindigkeit.

Er bog anschließend nach links in die Josefstraße ab. Das Kennzeichen war inzwischen per Funk überprüft worden und es hatte sich herausgestellt, dass das Kurzzeitkennzeichen bereits seit über 2 Monaten ungültig war. Insofern war das Fahrzeug unversteuert und ohne Versicherungsschutz unterwegs und es wurden Anhaltezeichen gegeben. Diese ignorierte der Vorausfahrende und versuchte durch ständige Abbiegemanöver und eine weitere Erhöhung der Geschwindigkeit, den Streifenwagen abzuschütteln. Die Fahrt ging nun für ca. 10 Minuten halsbrecherisch durch die Innenstadt, wobei der Toyota-Fahrer zeitweise über 100 km/ h erreichte, falsch herum Einbahnstraßen durchfuhr, Kurven schnitt, die Gegenfahrspur nutzte und an Einmündungen, ohne auf den Verkehr zu achten, abbog. Letztendlich verlor er in der Martinstraße in Höhe Kurkölner Platz, Fahrtrichtung Bahnhofstraße, die Kontrolle über den PKW. Das Fahrzeug drehte sich und prallte rückwärts gegen eine, in Fahrtrichtung gesehen, am rechten Fahrbahnrand der Bahnhofstraße befindliche Straßenlaterne.

Auf dem Gehweg der gegenüberliegenden Straßenseite befanden sich zu dem Zeitpunkt mehrere Fußgänger. Wäre der PKW zu dieser Seite aus der Kurve geschleudert, hätte dies fatale Folgen gehabt. So wurde, wohl ausschließlich durch glückliche Umstände, niemand verletzt. Der Toyota-Fahrer, der nach eigenen Angaben unter Medikamenteneinfluss stand und derzeit ohne festen Wohnsitz ist, wurde vorläufig festgenommen.

Ihm wurde eine Blutprobe entnommen, der Führerschein wurde sichergestellt. Eine Fahrerlaubnis dürfte er nach diesem Delikt auch so schnell nicht wieder bekommen. Der verursachte Schaden beläuft sich auf rund 5.000 €.