Jahresempfang der Diakonie in Südwestfalen

wS/dsw/tbs  Siegen –  Das Besondere christlicher Krankenhäuser  – – –  Der Jahresempfang der Diakonie in Südwestfalen begann mit Traumschiff-Melodien: Waldemar Grab, langjähriger Pianist auf der „MS Deutschland“ und heute Evangelist im Kirchenschiff, stimmte die 150 Gäste aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im Haus der Siegerländer Wirtschaft ein. Gastredner Pastor Norbert Groß traf dann ebenfalls den Geschmack der Zuhörer: Der Verbandsdirektor des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes machte deutlich, dass die Krankenhäuser der Diakonie unerlässliche Mitgestalter der Gesundheitsversorgung sind. Sie würden das medizinisch-technisch Mögliche mit dem menschlich Gebotenen vorbildlich verknüpfen.

Die Werteorientierung beschreibt nach Überzeugung von Groß das Besondere konfessioneller Häuser. Sie motiviere, „zu tun, was für die Versorgung kranker Menschen erforderlich ist sowie dem Einzelnen und der Gesellschaft insgesamt gut tut“. Gerade hier tue sich die Diakonie mit ihrer Sensibilität für ethische Fragen hervor. Ihre Krankenhäuser stünden in vielen Bereichen für Qualität und Werte, die maßgebend für die christlichen Krankenhäuser in Deutschland sind. Dies reiche von der Patientenorientierung und der Unternehmenskultur bis hin zur Angebotsgestaltung. So entfalte die Diakonie in zahlreichen, wohnortnahen Netzwerken ihre Versorgungsstrukturen. Es gelinge ihr damit, eine umfassende, ganzheitliche Versorgung der Bevölkerung anzubieten. Für Groß genügend Argumente, die zeigten, wie unerlässlich die Rolle der Diakonie in der Krankenhausversorgung ist: „Wenn das fehlt, das wäre schlimm.“

Ausdrücklich wollte Groß seinen Vortrag auch als Antwort auf das bestehende Wahrnehmungsdefizit konfessioneller Krankenhäuser in der gesundheitspolitischen Diskussion verstanden wissen. Zu Unrecht würden die christlichen Häuser in der öffentlichen Wahrnehmung, aber auch der Selbsteinschätzung der Träger zu kurz kommen. Mit einem stabilen Markanteil von einem Drittel seien sie der „Riese im deutschen Gesundheitssystem“. Die besondere Stärke der über 600 christlichen Häuser verortete Groß in der Verknüpfung von Werte, Ethik und Qualität. Zudem würden Patienten von der zuwendungsgeprägten Versorgung profitieren. Weitere Akzente setzten konfessionelle Häuser durch ihr gesellschaftliches Engagement und die intensive Wahrnehmung ihres Ausbildungsauftrags.

In seinem Grußwort hatte der Geschäftsführer der Diakonie in Südwestfalen Dr. Josef Rosenbauer zuvor die Paarung von fachlicher Expertise und christlicher Nächstenliebe als traditionelles Selbstverständnis der Diakonie herausgestellt. Diesem sei man auch im vergangenen Jahr weiter gefolgt und habe insgesamt an 40 Standorten über 100.000 Menschen betreut, gepflegt und operiert. „Statistisch betrachtet hat sich sozusagen jeder Einwohner der Stadt Siegen der Diakonie in Südwestfalen anvertraut.“ Möglich gemacht hätten dies die 3200 Diakonie-Mitarbeiter. Im Schlusswort spannte Geschäftsführer-Kollege Freddy Bergmann den Bogen hin zu den Erfordernissen einer effizienten Betriebsführung. Sein Fazit: „Wirtschaftliches Denken und christliches Handeln schließen sich nicht aus.“

 Bildunterschrift:

Unterstrichen die unerlässliche Bedeutung der Diakonie-Krankenhäuser in der Gesundheitsversorgung (von links): Geschäftsführer Freddy Bergmann, Gastredner Pastor Norbert Groß, Geschäftsführer Dr. Josef Rosenbauer. Ex-Traumschiff-Pianist Waldemar Grab (r.) umrahmte den Abend musikalisch.

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