Schülerwettbewerb „Papierbrücken“ eröffnet

wS/us  Siegen  –  Der Umgang mit Zahlen und Naturwissenschaften hat für viele Schüler wenig Bezug zur Wirklichkeit. Dass Technik auch Spaß machen kann, wollen die Bauingenieure der Universität Siegen im Schülerwettbewerb „Papierbrücken“ zeigen, die in dieser Woche mit einer Auftaktveranstaltung gestartet ist. „Wir wollen mit diesem Wettbewerb das Interesse für Technik und für das Bauingenieurwesen wecken“, erklärte Prof. Alfons Goris, der Initiator und Leiter des Wettbewerbs.

Die Schüler-Teams der Jahrgangsstufen 10 bis 13 haben jetzt erst einmal ihre Aufgabenstellung und die nötigen Materialien abgeholt: Papier und Klebstoff, weitere Baumaterialien sind nicht zugelassen. Zunächst erscheint das wenig spektakulär; umso größer ist die Herausforderung, mit diesem einfachen Werkstoff eine stabile Papierbrücke zu bauen, die im Verhältnis zum Eigengewicht eine größtmögliche Last trägt. Mitte Februar 2012 fällt dann an der Universität Siegen die Entscheidung. Mit einer speziellen Maschine wird dann die Belastung gemessen, der die Brücken standhalten, bevor sie einknicken und zu Bruch gehen.

Die Aufgabenstellung ist neu und die Anforderungen sind hoch. Während in den vergangenen Jahren eine „normale“ einfeldrige Brücke entworfen werden sollte, geht es in diesem Jahr darum, eine auskragende Brücke zu bauen. Man darf gespannt sein, wie die angehenden Bauingenieure diese Aufgabe lösen werden

Der Wettbewerb gibt Schülerinnen und Schülern den nötigen Freiraum, ihre Fantasie und ihren Erfindungsreichtum einzusetzen. Sie können Verständnis für technische Prozesse entwickeln und erhalten auf spielerische Weise einen Einblick in die Arbeit von Bauingenieuren“, so Professor Goris und fügt hinzu: „Die Begeisterung, mit der die Schülerinnen und Schüler an die Bauaufgaben herangehen, zeigt, dass die Faszination für Technik und Naturwissenschaften da ist.“

Bereits vor einigen Jahren haben die Bauingenieure der Uni Siegen daher das Schülerprojekt ‚Papierbrücken’ ins Leben gerufen. Das große Interesse an dem Wettbewerb dokumentieren in diesem Jahr 15 beteiligte Schulen mit insgesamt 25 Wettbewerbsgruppen.

Im Anschluss an die Einführungsveranstaltung öffnete das Department seine Labore, um den interessierten Jugendlichen einen intensiveren Einblick in die Arbeitswelt der Ingenieure zu ermöglichen. Angefangen von Prüfung von Boden und Fels über Messungen der Betondruck- und Stahlzugfestigkeit bis hin zu wasserbaulichen Simulationen und Modellbildungen konnte eine breite Palette des Bauingenieurwesens erfahren und erlebt werden.

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