Heimatbund gründet am Montag Arbeitskreis „Historische Wege“

wS/si Das Siegerland war früher von vielen historischen Wegen durchzogen, die zum Teil zu bedeutenden überregionalen Handelsrouten gehörten. Diese Wege waren in der Zeit des Siegerländer Bergbaus und der Hüttenindustrie von existenzieller Bedeutung. Mit Hilfe dieser Wege, die im Mittelalter und in der beginnenden Neuzeit am Anfang der Industrialisierung entstanden, lassen sich die Strukturen der überregionalen Handelsbeziehungen des Siegerlandes nachvollziehen. So zählt der im 17. Jahrhundert erschienene „Nürnberger Fahrplan“ Siegen zu den 24 bedeutendsten Städten im mittleren Europa. Die Fahrzeit von Nürnberg nach Siegen betrug damals 52 Tage. Auch heute noch sind an zahlreichen Orten Reste der ehemaligen Handelswege durch noch vorhandene Hohlwege, Schläge, Grenzbefestigungen und Zollstationen erkennbar.
Durch den Bau der Eisenbahnstrecken und später der Stra*en haben viele der damaligen Handelswege schnell ihre Bedeutung verloren und wurden aufgegeben. Um das öffentliche Bewusstsein auf die heimatgeschichtliche Bedeutung der historischen Handelswege zu lenken, wird der Heimatbund Siegerland-Wittgenstein e.V. jetzt einen Arbeitskreis ins Leben rufen. Ziel ist es, die historischen Wege zu erfassen, eine Sicherung der Reste als Bodendenkmal zu erarbeiten, jährlich wechselnde Fachexkursionen zu veranstalten, das historische Fuhrmannswesen in den Ortschaften zu recherchieren und eine Gesamtdokumentation zu erstellen.
Die Gründungsversammlung des Arbeitskreises beginnt am Montag, 14. November 2011, um 17:30 Uhr im Raum 206 des Kulturhauses L*z, St.-Johann-Str. 18, 57074 Siegen, statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

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