(wS/mg) Siegen 13.05.2026 | Am 21. September 2025 fand in Siegen das legendäre Siegener Tuning-Treffen zugunsten kranker Kinder und Tiere in Not statt. Die Veranstaltung lockte zahlreiche Besucher und Tuning-Begeisterte aus der gesamten Region an und setzte gleichzeitig ein starkes Zeichen für soziales Engagement.
Während und nach dem Treffen erreichten die Veranstalter jedoch viele Beschwerden von Besuchern über die in unmittelbarer Nähe eingerichteten Polizeikontrollen. Viele Gäste fühlten sich durch das große Aufgebot verunsichert und fragten sich, warum gerade an diesem Tag so intensiv kontrolliert wurde.
Aus diesem Grund suchten die Veranstalter Marcel Groß sowie Saskia und Pascal Jung das Gespräch mit der zuständigen Polizei in Weidenau. Ziel war es, die Hintergründe der Kontrollen zu erfahren und Klarheit darüber zu schaffen, wie die Situation beim nächsten Treffen am 9. August 2026 aussehen wird.

Warum kontrolliert die Polizei?
Die Siegener Tuning-Szene hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der größten in der Region entwickelt. Dabei kommt es jedoch auch regelmäßig zu massiven Beschwerden aus der Bevölkerung: Zu laute Fahrzeuge, überhöhte Geschwindigkeit und unangemessenes Verhalten einzelner Teilnehmer – oft als „Poser“ oder „Raser“ wahrgenommen – sorgen leider für ein negatives Image der gesamten Szene in Siegen.
Diese fast täglich eingehenden Beschwerden machen behördliche Kontrollen notwendig, da die Polizei gesetzlich zum Handeln verpflichtet ist. Im Gespräch wurde deutlich, dass die Maßnahmen im vergangenen Jahr nicht willkürlich waren: Die Auswertung zeigte eine Vielzahl von Verstößen, die weit über kleinere Mängel hinausgingen und teilweise die allgemeine Verkehrssicherheit gefährdeten.
Diese Kontrollen werden zudem häufig von übergeordneten Behörden als feste Auflage für solche Großveranstaltungen vorgegeben – die Beamten vor Ort setzen diese gesetzlichen Rahmenbedingungen lediglich um.
Polizei bekennt sich zur Tuning-Kultur
Die Beamten betonten im Gespräch ausdrücklich, dass sie nicht grundsätzlich gegen Tuning sind – im Gegenteil: Viele Polizisten sind selbst technikbegeistert und freuen sich über legal veredelte Fahrzeuge.
Ein wichtiger Punkt zur Entspannung der Lage: Auf dem privat angemieteten Globus-Gelände wird die Polizei keine Kontrollen durchführen. Was innerhalb des Veranstaltungsgeländes an den Fahrzeugen verändert wird (z. B. das Herunterschrauben des Fahrwerks für die Optik), ist für die Polizei an diesem Tag nicht relevant, solange das Fahrzeug sich auf dem Globus-Gelände befindet. Wichtig ist lediglich, dass sich das Fahrzeug wieder in einem legalen Zustand befindet, sobald es den öffentlichen Verkehrsraum befährt.
Wer legal unterwegs ist, muss nichts befürchten
Die Polizei versichert, dass niemand Angst vor den Kontrollen haben muss, solange er sich an die Regeln hält. Mit Bedacht wird darauf geachtet, dass alles seine Richtigkeit hat. Wer Führerschein, Fahrzeugschein und die notwendigen Unterlagen – wie ABEs oder Eintragungen – bereithält, ist in der Regel schnell durch eine polizeiliche Kontrolle. So lautet das Fazit der Polizei.
Polizei mit eigenem Infostand vor Ort
Ein besonderes Zeichen der Zusammenarbeit: Beim Treffen 2026 wird die Polizei mit einem eigenen Infostand vertreten sein. Dort stehen die Beamten den Besuchern für Fragen rund um Tuning und die geltenden Vorschriften zur Verfügung. Es wird sogar geprüft, ob die Polizei mit einem eigenen Programmpunkt aktiv zum Event beiträgt, um den Dialog weiter zu fördern.
Fazit
Die Botschaft ist eindeutig: Kontrollen sind aufgrund gesetzlicher Vorgaben und des Verhaltens einzelner schwarzer Schafe leider erforderlich. Doch das Gespräch zwischen Veranstaltern und Polizei zeigt, dass man weg vom „Gegeneinander“ und hin zu einem respektvollen „Miteinander“ möchte. Wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt und auf die Legalität seines Fahrzeugs achtet, steht einem erfolgreichen Event für den guten Zweck nichts im Wege.
Foto: DeepNation



