(wS/ta) Siegen – Augsburg 12.05.2026 | Es sind die Momente, die in einer jungen Sportlerkarriere bleiben: Wenn die Stoppuhr nach wenigen Sekunden steht, der Blick zur Anzeigetafel wandert – und dort eine neue persönliche Bestzeit aufleuchtet, garniert mit einem Platz auf dem Podium. Genau diesen Moment hat der 15-jährige Moritz Varnhorn aus Siegen am vergangenen Wochenende beim Deutschen Jugendcup in Augsburg erlebt. In der Disziplin Speedklettern sicherte sich der junge Athlet die Bronzemedaille und damit Platz drei in der bedeutendsten nationalen Nachwuchs-Wettkampfserie seines Sports.
Starkes Debüt in der älteren Altersklasse
Der Deutsche Jugendcup gilt als das wichtigste nationale Format im Jugendbereich des Kletterns. Hier treffen sich die schnellsten Nachwuchskletterinnen und -kletterer Deutschlands, um sich in direkten Duellen miteinander zu messen. Für Moritz Varnhorn, der für den DAV Siegerland an den Start geht, war der Wettkampf in Augsburg in zweierlei Hinsicht besonders: Es war sein erster Auftritt in der Altersklasse U17 – und das als jüngerer Jahrgang. Konkret heißt das: Der 15-Jährige musste sich in dieser Kategorie mit teils älteren und schon erfahreneren Athletinnen und Athleten auseinandersetzen. Eine sportliche Herausforderung, die er mit Bravour annahm.
Nervenstark in den entscheidenden Läufen
Speedklettern lebt von Millisekunden. Wer hier vorne landen will, braucht nicht nur saubere Technik, sondern vor allem starke Nerven und einen perfekten Start. Beides bewies der junge Siegener in den Finalläufen von Augsburg. Mit ausgezeichneten Starts und kontrollierten Routen kletterte er sich Lauf für Lauf nach vorne und stellte dabei eine neue persönliche Bestzeit auf: 7,10 Sekunden standen am Ende auf der Uhr – eine Marke, die ihm erstmals den Sprung aufs Podium eines Deutschen Jugendcups bescherte.
Trainingsbasis: dreimal pro Woche am Effertsufer
Solche Leistungen kommen nicht aus dem Nichts. Hinter der Bronzemedaille von Augsburg steht eine konsequente Trainingsroutine. Dreimal pro Woche trainiert Moritz Varnhorn in der Kletterhalle am Effertsufer in Siegen. Dort feilt er an den drei Bausteinen, die im Speedklettern über Sieg und Niederlage entscheiden: Technik, Schnelligkeit und Reaktionsvermögen. Jeder Griff, jeder Tritt, jede Bewegungsabfolge wird wieder und wieder durchgespielt – bis die Route in Fleisch und Blut übergeht und der Körper im Wettkampf das tut, was er soll, ohne dass der Kopf eingreifen muss.
Nächster Härtetest: Hamburg im Juni
Lange Zeit zum Ausruhen bleibt nach dem Erfolg von Augsburg nicht. Bereits im Juni steht in Hamburg der nächste Wettkampf der Serie an, bei dem sich Moritz Varnhorn erneut mit der nationalen Elite seiner Altersklasse messen wird. Das Ziel des jungen Siegeners ist klar formuliert: die Leistung von Augsburg bestätigen – und, wenn es gut läuft, an der Hansestadt-Wand vielleicht sogar noch eine Schippe drauflegen.
Für den DAV Siegerland und das Klettergeschehen in der Region ist die Augsburger Bronzemedaille jedenfalls ein deutliches Ausrufezeichen: Aus Siegen kommt ein Talent, das man sich merken sollte.


Fotos: DAV/Xaver Quintus
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