Mit dem Frühling beginnt die Jungenaufzucht – Hunde an die Leine !

wS/si  –  Siegen-Wittgenstein  –  Junghasen erblicken in diesen Wochen das Licht der Welt ungeschützt am Boden. Das Rehwild legt sein Kitz im Gras ab. Auch andere Bodenbrüter sind im Wald oder in der offenen Feldflur in Gefahr, wenn sich ein freilaufender Hund in ihrer Nähe aufhält. Warum, dass erklärt der Leiter der städtischen Abteilung Umwelt Dr. Bernhard Kraft: „Die Elterntiere können durch die Witterung des Hundes erschrecken und dadurch ihren Nachwuchs vernachlässigen. Für die Brut bedeutet das nicht selten den sicheren Tod.

Daher baut Dr. Kraft auf das Verständnis der Hundebesitzer. „In der jetzt beginnenden Brut- und Setzzeit, die bis in den Juli hineingeht, gehören Hunde in der freien Landschaft an die Leine“, lautet sein Appell. Es ist klar, dass nicht alle freilaufenden Hunde gleich wild lebende Tiere verfolgen und reißen. Aber schon das ungewollte Aufschrecken reicht aus, dass viele Jungtiere von ihren Eltern nicht mehr angenommen werden und so qualvoll verenden. Naturschutz bedeutet also auch Rücksichtnahme.“

Damit derartige Zwischenfälle gar nicht erst vorkommen, sollten Hundehalter einige Regeln und Gesetze kennen und beherzigen.

Ein Faltblatt der städtischen Umweltabteilung informiert über die in verschiedenen Gesetzen enthaltenen Vorschriften für Hundehalter. Diese sollten wissen, dass wildernde Hunde außerhalb des Einwirkungsbereichs ihres Halters im Extremfall vom zuständigen Jagdpächter auch geschossen werden können. Auch wenn Jäger dies natürlich vermeiden wollen, sollte jeder Hund, der nicht aufs (erste) Wort gehorcht, im Wald und in der freien Landschaft an die Leine genommen werden.

Das Faltblatt liegt an den Informationsständern in den städtischen Rathäusern aus oder ist direkt bei der städtischen Umweltabteilung im Rathaus Geisweid erhältlich.

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