Herne nimmt TuS Erndtebrück Nimbus der Unbesiegbarkeit

wS/jk – Herne/Erndtebrück – 28.10.2012 – Nun hat es auch den TuS Erndtebrück erwischt. Nach zehn Spielen ohne Niederlage kamen die Kicker aus dem Wittgensteiner Land in Herne unter die Räder. Im altehrwürdigen Stadion am Schloss Strünkede nahm die dort beheimatete Westfalia der Cestonaro-Elf den Nimbus der Unbesiegbarkeit. Erndtebrück unterlag deutlich mit 0:3 (0:1).

Die gute Serie ist gerissen. Träumte womöglich so mancher TuS-Akteur nach dem Sprung auf einen Aufstiegsplatz der Fußball-Oberliga in der letzten Woche noch von der Regionalliga, so dürfte ihn im Ruhrpott nun die Realität eingeholt haben. Denn nach der ersten Saisonniederlage stehen die Erndtebrücker wieder mit beiden Beinen in der fünften Spielklasse. Trotzdem rangiert das Team von Peter Cestonaro auf einem sehr guten dritten Platz.

Nun hat es auch den TuS Erndtebrück erwischt. Die erste Saisonniederlage ist besiegelt. Foto: wirSiegen/Archiv

Doch auch wenn die vorderen beiden Plätze, die den TuS eine Etage höher befördern würden, noch in Sichtweite sind, dürfte der Blick der Mannen von Peter Cestonaro demnächst nicht in diese Richtung gehen. „Wir haben eine tolle Serie hinter uns und sind prima in diese Saison gestartet. Da wir in Herne zu pomadig aufgetreten sind, haben wir diese Niederlage verdient“, sagte der Erndtebrücker Trainer. Auch ließ seine Mannschaft die nötige Aggressivität vermissen.

Schon früh lagen die Wittgensteiner in Herne zurück. In der fünften Minute besorgte Marc Schröter die Führung für die Westfalia, die vor 150 Zuschauer am Schloss Strünkede das spielerisch bessere Team stellte. Der Schröter-Schuss wurde noch von einem Abwehrbein abgefälscht. Herne setzte die Gäste fortan unter Druck, konnte jedoch bis zur Halbzeitpause keinen Profit mehr aus der Überlegenheit schlagen.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde Erndtebrück kalt erwischt. Matthias Krantz sorgte nach 48. Minuten für die vorläufige Entscheidung. In der Schlussphase hatte Samed Sazoglu den Sack schließlich zugemacht. Und dann verlor die Cestonaro-Elf sogar noch einen Spieler: Steve Meißner hatte sich zu einer Beleidigung seines Gegenspielers lumpen lassen und sah dafür „knallrot“.

Eine Dummheit, die den TuS-Spieler einige Spiele pausieren lassen wird. Noch dazu, weil die Partie zu dem Zeitpunkt seines Feldverweises ohnehin schon gelaufen war. „Absolut unnötig, in der letzten Minute sich noch eine Rote einzufangen“, befand auch sein Trainer.

SC Westfalia Herne – TuS Erndtebrück 3:0 (1:0).
Erndtebrück: Bäcker, Acker, Wahl (77. Markow), Gelber, Matuwila, Maser, Ziegler, Mbuku, Stein (46. Meißner), Öncü (64. Diehl), Waldrich. – Tore: 1:0 Schröter (4.), 2:0 Krantz (48.), 3:0 Sazoglu (83.). – Rote Karte: Meißner (89., Beleidigung). – Schiedsrichter: Marco Goldmann (Warendorf). – Zuschauer: 150.

Bericht: Jürgen Kirsch

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