Lektüre mit Gewicht: Bürgerbrief der Gemeinde Wilnsdorf zur Grundschuldebatte

wS/wi Wilnsdorf – Nur 17 Gramm wiegt es, und doch enthält das Schriftstück gewichtige Informationen: Dieser Tage verschickt die Gemeinde Wilnsdorf einen Bürgerbrief an alle Haushalte. Das vierseitige Infoblatt soll Hilfestellung geben, damit sich alle Bürger im Vorfeld des Bürgerentscheids eine Meinung zur Zukunft der Wilnsdorfer Grundschullandschaft bilden können.

Die Entscheidung darüber, wie und wo Wilnsdorfs Grundschüler künftig unterrichtet werden, fällt am 21. April. An jenem Sonntag sind die Bürger der Gemeinde aufgerufen, über die Frage „Sollen die Grundschulstandorte Anzhausen, Obersdorf und Wilden erhalten bleiben?“ abzustimmen. Die Abstimmung ist Folge eines Bürgerbegehrens, das sich gegen einen schulpolitischen Beschluss des Wilnsdorfer Gemeinderates richtet. Der Rat hatte am 27. September des vergangenen Jahres beschlossen, die Wilnsdorfer Grundschullandschaft an die gesunkenen Schülerzahlen anzupassen und die Grundschulen Anzhausen, Obersdorf und Wilden nicht weiterzuführen.

Mit dem Bürgerbrief kommt die Gemeinde ihrer gesetzlich verankerten Informationspflicht nach, erklärt Bürgermeisterin Christa Schuppler. Mit dem demokratischen Instrument des Bürgerentscheids könne schließlich nur verantwortungsvoll umgegangen werden, wenn den Abstimmungsberechtigten alle wichtigen Informationen zur Verfügung stehen würden. „Die Bürger müssen wissen, welche Vor- und Nachteile ihre Entscheidung mit sich bringt“, sagt Schuppler, „denn sie stimmen hier nicht über ein vages Wahlprogramm ab, sondern über eine konkrete Frage mit konkreten Auswirkungen“, erinnert die Bürgermeisterin.

Deswegen versucht das Infoblatt hauptsächlich zu schildern, welche Konsequenzen mit dem möglichen Ausgang des Bürgerentscheids verbunden wären. Der sachliche Vergleich der zwei Alternativen (Erhalt aller sieben Standorte bzw. Fortführung von vier Grundschulen) geschieht unter zwei Gesichtspunkten: den Richtlinien des Schulgesetzes und den Empfehlungen eines Runden Tisches, der sich im vergangenen Jahr mit der Wilnsdorfer Grundschullandschaft auseinandersetzte. Der Vergleich erfolgt u.a. anhand der konkreten Anmeldezahlen aus dem November 2012 für das kommende Schuljahr 2013/2014. Der Bürgerbrief beleuchtet aber auch die aktuellen Probleme an den Wilnsdorfer Grundschulen, und er gibt Einblick in den intensiven Beratungsprozess, der dem Ratsbeschluss vom 27. September 2012 vorausging.

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