Erster Bücher-(Kühl)schrank bereichert Dahlbruch

wS/hi – Hilchenbach-Dahlbruch – „Einfach eine im doppelten Sinne des Wortes „coole“ Idee hatten Robin Eben und Andreas Träger vom Baubetriebshof der Stadt Hilchenbach, als sie den Auftrag erhielten einen „Offenen Bücherschrank“ zu bauen. Die beiden kreativen Mitarbeiter entwickelten ihren Gedanken weiter, gebrauchte Kühlschränke zu nutzen. „Uns war wichtig, dass die Bücher möglichst gut vor Feuchtigkeit geschützt sind. Dabei hilft die ohnehin bei Kühlschränken vorhandene Dichtung“, erklärt Robin Eben den praktischen Hintergrund ihrer Idee.

obin Eden, Kerstin Broh, Andreas Träger, Hans-Peter Hasenstab, Martina Plugge und Stefan Brunswieck freuen sich über die Bücher-(Kühl)schränke. Foto: Stadt Hilchenbach

obin Eden, Kerstin Broh, Andreas Träger, Hans-Peter Hasenstab, Martina Plugge und Stefan Brunswieck freuen sich über die Bücher-(Kühl)schränke. Foto: Stadt Hilchenbach

In Dahlbruch, auf dem Bernhard-Weiss-Platz, dürfen sich die Besucher daher nun über die ersten drei Bücher-(Kühl)schränke in der Region und vermutlich in ganz Deutschland freuen. Martina Plugge, die als Mitarbeiterin der Stadtbücherei schon vor einiger Zeit angeregt hatte, dort einen Offenen Bücherschrank anzubieten, zeigte sich begeistert von der Umsetzung durch ihre Kollegen. Und auch Bürgermeister Hans-Peter Hasenstab freute sich sichtlich, nachdem er zuvor einige Male von gescheiterten Versuchen, Telefonzellen oder Ähnliches für diesen Zweck einzusetzen, berichten musste: „Diese Lösung ist einfach sehr originell und die beste Idee, die ich mir im Nachhinein vorstellen kann.“ Ähnlich positiv äußerte sich Stefan Brunswieck, Vorstand der Stadtsparkasse Hilchenbach, über die ungewöhnliche Umsetzung. Sein Unternehmen hat gerne die Kosten für den Umbau und die Verkleidung der neuen Bücher-(Kühl)schränke übernommen.

So außergewöhnlich die drei Offenen Bücherschränke in Dahlbruch von der Gestaltung und Optik her sind, so üblich ist der mit ihnen verbundene Nutzen: Jeder, der möchte, darf Bücher zum Lesen entnehmen. Besonders wünscht sich Ideengeberin Martina Plugge, die auch die Patenschaft für das Angebot übernommen hat, dass Leute eigene Bücher zum Tauschen mitbringen: „So erneuert sich das Angebot an Lesestoff immer wieder, ohne dass ich viel dafür tun muss.“ Oder man leiht sich ein Buch aus und bringt es nach dem Lesen wieder zurück. Auch wer einfach mal einen Aufenthalt oder das Warten am Bernhard-Weiss-Platz sinnvoll nutzen möchte, kann sich bedienen. Martina Plugge wird darauf achten, dass die jetzige Vielfalt vom Sach- bis zum Kinderbuch erhalten bleibt. Mit der Bücherei der Stadt Hilchenbach verfügt sie über eine sehr gute Quelle.

Schon die ersten Stunden nach dem Aufbau zeigten, dass Neugier und Interesse an diesem neuen öffentlichen Angebot vorhanden sind. Regionale-Beauftragte Kerstin Broh sieht daher die Offenen Bücher-(Kühl)schränke auch schon als sinnvolle Bereicherung des Regionale-Projekts „Kultureller Marktplatz“, mit dem die Stadt Hilchenbach die Lebensqualität in der Dahlbrucher Ortsmitte für die Bevölkerung und Gäste verbessern möchte.“

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