Gespenstige Nachtjäger mit Ultraschall im Blick

wS/fl  -Burbach – In völliger Dunkelheit mit Detektoren Fledermäuse verfolgen – das klingt nach Abenteuer! Und genau dieses Abenteuer gab es jetzt in Burbach Holzhausen zu erleben. 40 Kinder und Erwachsene waren zur Fledermausnacht gekommen, die die BioStation in diesem Jahr bereits zum fünften Mal angeboten hat. Mit im Boot: der Heimatverein Holzhausen.

Der historische Dorfkern mit seinen holzverkleideten Fachwerkhäusern und die alte Kirche mit dem mächtigen Kirchturm waren die ideale Kulisse für die Fledermausnacht. „Fledermäuse lieben alte Scheunen mit ihren Verstecken“ erzählte Peter Fasel, wissenschaftlicher Leiter der BioStation. „Auch wenn sie früher in Felsen und Höhlen lebten, fühlen sich Fledermäuse in alten Gemäuern durchaus wohl“, so Fasel weiter. Uli Krumm vom Heimatverein Holzhausen begrüßte die Teilnehmer ebenfalls und freute sich über die vielen jungen Fledermausfreunde.

Bevor es hinaus in die Nacht ging, war Schulbankdrücken angesagt: Marcel Weidenfeller vom NABU Arbeitskreis Fledermausschutz im Westerwald führte spielerisch in die Lebens- und Ernährungsweise der gespenstigen Nachtjäger ein. Die Kinder mussten knifflige Fragen zur Biologie der nächtlichen Jäger beantworten und die spannende Jagd spielerisch in Szene setzen. Mit Dracula-Umhängen verkleidete Kinder, die die Augen verbunden hatten, spielten Fledermäuse, die ihre Beute, andere Kinder, die Falter darstellten, fangen mussten.

Als es dann gegen 22 Uhr ernst wurde, hatte keiner Angst vor Fledermäusen. Beobachtungspunkt war der Naturweiher am Ortsrand. Das Wetter war schwülwarm und damit optimal für Fledermäuse und nachtaktive Insekten. Hier sahen viele Kinder und Jugendliche im Schein einer Taschenlampe erstmals lebende Fledermäuse. Detektoren wandeln die Ultraschalllaute in für Menschen hörbare Frequenzen um, so dass mit Hilfe dieser Geräte die über dem Wasserspiegel jagenden Wasserfledermäuse an ihrem Flug und den knatternden Rufen festgestellt werden konnten.

Während Wasserfledermäuse zunächst gleichmäßig über die Wasseroberfläche flogen, erhöhten sie die Frequenz, je näher sie den Mücken und Eintagsfliegen kam. Auch wenn sich eine Fledermaus der Beobachtungsgruppe näherte, wurde die Frequenz höher, entfernte sie sich wieder, nahm die Frequenz ab.

Für Kinder wie Erwachsene war es wieder ein erlebnisreicher Abend und die Fledermäuse von Holzhausen haben viele neue Freunde gewonnen.

Das Fledermausfangspiel machte den Kindern sehr viel Spaß. Foto: Biologische Station

Das Fledermausfangspiel machte den Kindern sehr viel Spaß. Foto: Peter Fasel

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