Dem Energieverbrauch zu Leibe rücken

wS/si – Siegen – Gewerbepark, Energie-, Technologie- und Managementinformationsnetzwerk (GET.Min): Mit dieser langen Projektbezeichnung will die Projektgruppe, bestehend aus der Ruhr-Universität Bochum, der EnergieAgentur.NRW und der econius GmbH aus Bad Laasphe, den Energieverbräuchen in der „Industriestraße“ in Siegen-Weidenau zu Leibe rücken.

Gemeinsame Ausschöpfung der Energiepotentiale

Durch GET.Min werden Projekte zur gemeinsamen Ausschöpfung der Energieeinsparpotentiale in Gewerbeparks eingeleitet und zusätzlich werden die Unternehmen dabei unterstützt, Potentiale innerhalb ihres Betriebes zu identifizieren.
Die Zusage der EnergieAgentur.NRW, die als Projektpartner von GET.Min unter anderem die Akquisition der Industrieparks betreibt, wurde in den Wirtschaftsförderungen der Stadt Siegen und des Kreises Siegen-Wittgenstein mit Freude und Stolz zur Kenntnis genommen: „Damit gehört die „Industriestraße“ zu den ersten vier Standorten in Nordrhein-Westfalen, die an dem auf knapp zwei Jahre angelegten Energiesparprojekt teilnehmen werden“, so Kreiswirtschaftsförderer Reinhard Kämpfer.

„Industriestraße“ erfüllt Kriterium

Neben dem regen Interesse erfüllt die „Industriestraße“ auch das für die Auswahl bedeutende Kriterium, eine sehr durchmischte Unternehmensstruktur vorweisen zu können.In diesen Tagen fand die erste Schulung der sieben teilnehmenden Unternehmen im Technologiezentrum in Geisweid statt. Im Rahmen der Schulung haben sich die Teilnehmer des Projektes näher kennen kennengelernt und ein Basiswissen zur Identifizierung von Energieeinsparpotentialen erlangt. Landrat Paul Breuer und Bürgermeister Steffen Mues hatten mit Nachdruck für das Projekt geworben.

Während Unternehmen auf einzelbetrieblicher Ebene vielerorts bereits zu Klimaschutz und nachhaltigem Wirtschaften beitragen, werden diesbezügliche Kooperationspotentiale in Industrie- und Gewerbegebieten vielfach noch nicht genutzt. Unternehmen werden durch die sich ändernden Energieressourcen und den damit verbundenen Preisanstiegen vor immer größere Herausforderungen gestellt. Eine effektivere Nutzung von Energie ist somit unerlässlich, so Landrat Paul Breuer.“

In Mischung der Branchen liegt Potential

Bürgermeister Steffen Mues erläuterte: „Gerade in der Mischung verschiedener Branchen, die wir in Gewerbegebieten finden, liegt großes Potential zur Optimierung der Versorgung. Klassisches Beispiel ist ein Betrieb mit großen Abwärmemengen auf hohem Temperaturniveau, in dessen Nachbarschaft sich Betriebe mit entsprechendem Wärmebedarf befinden. Damit lassen sich dann Hallen, Gewächshäuser oder Verkaufsräume günstig und mit geringem technischen Aufwand mit Wärme versorgen. Lässt man eine Nutzung in den benachbarten Unternehmen zu, so können Energie und Emissionen nachhaltig eingespart werden.“

Praktische Nutzen für Unternehmen

Neben dem unmittelbaren praktischen Nutzen für die teilnehmenden Unternehmen hat das GET.Min-Projekt des Weiteren ein übergeordnetes Ziel. Dieses besteht in der Entwicklung eines webbasierten Planungstools für kommunal verantwortliche Städtebau- und Energieplaner sowie Wirtschaftsförderer, mit dem diese die Gesamtenergieeffizienz in Industrie- und Gewerbegebieten verbessern können. Die Unternehmen der „Industriestraße“ haben sich bereiterklärt, ihren Energieverbrauch projektintern und zur wissenschaftlichen Nutzung offenzulegen und das Projekt aktiv zu unterstützen. Eine Daten-Nutzungsvereinbarung regelt hierbei den Umgang mit den zur Verfügung gestellten Energiedaten.
Für den Projektzeitraum steht den Unternehmen ein Ansprechpartner, ein sogenannter Parkranger für Energie, für Fragen hinsichtlich Energieeinsparung und Energiemanagement zur Verfügung. Über Schulungen und Workshops erhalten die Unternehmen zusätzlich Basiswissen zur Identifizierung von Energieeinsparpotentialen sowie zum Thema Energiemanagement.

Das Projekt ist ein offenes Verfahren, weitere interessierte Unternehmen der „Industriestraße“ und direkter Umgebung erhalten Informationen zu GET.Min bei den Wirtschaftsförderungen des Kreises Siegen-Wittgenstein, Markus Menn, Telefon 0271 333 1166, email:m.menn@siegen-wittgenstein.de“ und der Stadt Siegen, Thomas Runge, Telefon 0271 404 2527, email: t.runge@siegen.de.

Schulung

Vertreterinnen und Vertreter der teilnehmenden Unternehmen, der econius GmbH, der Ruhr-Universität sowie der Wirtschaftsförderung des Kreises Siegen-Wittgenstein. Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein.

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