Thanksgiving gefeiert: In USA wichtigstes Fest

wS/si  – Siegen – Rund 60 Mitglieder und Freunde der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Siegen-Wittgenstein sind der Einladung ihres Präsidenten Jörg Müller gefolgt und trafen sich zum traditionellen Thanksgiving- Dinner in der Pfeffermühle in Siegen, bei dem die traditionelle Thanksgivingmahlzeit genossen werden konnte. Thanksgiving ist in den USA das wichtigste Fest, zu dem sich selbst die weit über den Kontinent verteilt wohnende Familienmitglieder zusammenfinden, um das Fest zu begehen.

DAG-Emblem1

Im Mittelpunkt dieses Ereignisses steht eine große Mahlzeit, bei der gefüllter Truthahn, süße Kartoffeln, Preiselbeeren, Mais in Käserahm, verschiedene Gemüsearte und Kürbiskuchen zum Dessert serviert werden. Thanksgiving hat eine lange Tradition. Im Herbst 1621 feierten 50 Pilgerväter zusammen mit 90 Wampanoag-Indianern ein dreitägiges Erntedankfest. Der Grund der Feierlichkeit war, dass die weißen Siedler sich bei den Indianern für deren Hilfe bedanken wollten, ohne die sie den kommenden kalten Winter nicht überlebt hätten.

Mit keinem deutschen Fest vergleichbar

Es gibt kein deutsches Fest, das mit dieser amerikanischen Besonderheit verglichen werden kann. Am ehesten wäre vielleicht ein Vergleich mit dem Erntedankfest möglich, da auch der Dank für all das, was man besitzt, eine Facette des Festes ist. Die Mahlzeit ist zwar sehr wichtig, aber wie in den vorangegangenen Jahren, wartete ein interessantes Programm auf die Teilnehmer: So wurde z.B. von dem Siegener American Football-Club „Sentinels“ über die herausragenden Ereignisse während des letzten Football-Jahres berichtet. Viele Siege dieses typisch amerikanischen Sports krönten die Vereinsarbeit des Jahres. Ebenso konnten die Cheerleaders der „Sentinels“, die “Coronette Dancers”, dem erstaunten Publikum von ihrer Reise und Teilnahme in Weltmeisterschaft in Orlando, Florida berichten. „Es kommt nicht oft vor, dass ein deutsches Team in die Finalrunde dieses typisch amerikanischen Sportes kommt“ unterstrich stolz der Präsident der Sentinels, Björn Bachmann.

Austausch-Studenten berichteten aus ihrer Heimat

Höhepunkt war ein professioneller Projektor-Vortrag des Wilnsdorfer Fotografen Helge Meiswinkel, der in die amerikanische Wüste im Südwesten der USA entführte. Die Auswahl der Bilder war seiner bereits im Wilnsdorfer Rathaus gezeigten Ausstellung „Faszination Sandstein“ entnommen. Die Aufnahmen zeigen ungewöhnliche Sandsteinformationen in den Wüsten Arizonas und Utahs und deren wunderbare Lichteffekte. Auch die stimmungsvollen Nachtaufnahmen und Spiegelungen im rötlichen Sandstein der Wüste begeisterten die Zuhörer. Klanghinterlegungen vom Heulen der Koyoten in der Wüstennacht gaben der Präsentation einen sehr realistischen und emotionalen Charakter. Bei so manchem kam der Wunsch auf, derartiges auch selbst einmal erleben zu dürfen.
Aber auch amerikanische und deutsche Austauschstudenten hatten Gelegenheit, über ihre Erfahrungen in dem jeweils anderen Kulturkreis zu berichten. Amerikanische Austauschstudenten, die am VDAC Programm teilnehmen, berichteten von ihrer Heimat und ihren ersten Erfahrungen in Deutschland. Interessiert lauschte die Gesellschaft den Vorträgen der Amerikanerinnen Sarah Heineken aus Oberlin, Ohio, Alicia Ortitz aus Wisconsin, sowie Shannon Avery Wilson aus Bowling Green, Ohio.

Erfahrungsbericht einer Siegener Studentin

Der Geschäftsführer der DAG, Volker Schüttenhelm, verlas einen Erfahrungsbericht der Siegerländer Studentin Jana Wieser, die derzeit ein Austauschjahr in Troy, Alabama absolviert. Die gute Freundschaft der verschiedenen DAG Clubs zeigte sich insbesondere durch die Anwesenheit befreundeter DA-Clubs aus Neuss und Gießen. So feierten Kerstin Ruppel von „Die Brücke“ (Deutsch-Amerikanischer Klub Giessen-Wetzlar e.V.) und der Präsident der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft Neuss, Thomas Schommers, mit ihren Siegener Kollegen.

Schließlich wurde auch die Reise vorgestellt, die zum 300-jährigen Jubiläum der ersten Siegerländer Auswanderer nach Virginia im Jahre 1714 von der DAG im kommenden Sommer durchgeführt wird. Die Reise wird sicherlich das Highlight von 2014 werden, denn neben Washington mit dem Capitol und dem White House, einem Besuch bei den Amish, dem Shennandoah-Nationalpark, warten viele weitere Sehenswürdigkeiten z. B. am Delaware-River auf die Teilnehmer. Die kommenden Wochen und Monate bleiben somit der Vorfreude auf diese außergewöhnliche Reise vorbehalten.

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