Sportfreunde-Fans senden ein starkes Signal

Die Anhänger sendeten eine deutliches Signal an Wirtschaft und Politik: Das Interesse an den Sportfreunden Siegen ist ungebrochen. Foto: Jürgen Kirsch/wirSiegen.de

Zahlreiche Anhänger besuchten das Training auf dem Kunstrasenplatz am Leimbachstadion: Das Interesse an den Sportfreunden Siegen ist ungebrochen. Fotos (4): Jürgen Kirsch/wirSiegen.de

(wS/jk) Siegen – Dem Aufruf der aktiven Fans von Sportfreunde Siegen, zum Training der Regionalliga-Mannschaft auf dem Kunstrasenplatz des Leimbachstadions zu kommen, sind am Mittwochabend viele Fußballinteressierte gefolgt. Rund 500 Anhänger konnten mobilisiert werden, um ein solidarisches Zeichen zu setzen. Gemeinsam haben die Fans ein starkes Signal an Wirtschaft und Politik ausgesendet, welches das ungebrochene Interesse an den Sportfreunden in der Region unterstreicht.

Bürgermeister Steffen Mues (2.v.li.) und Sportfreunde-Geschäftsführer Ulrich Steiner (2.v.re.) standen den Fans Rede und Antwort.

Bürgermeister Steffen Mues (2.v.li.) und Sportfreunde-Geschäftsführer Ulrich Steiner (2.v.re.) standen den Fans Rede und Antwort.

Nachdem Mäzen Manfred Utsch den Rückzug von seinen Sponsoren-Tätigkeiten erklärte, gab der Verein im Dezember letzten Jahres bekannt, dass das Vollprofitum bei den Fußballern der Sportfreunde Siegen möglicherweise ab dem Sommer vor dem Aus steht. Im Etat für die nächste Regionalliga-Saison klafft eine finanzielle Lücke von rund 700.000 Euro.

Abendfußball lautet die Alternative, sollten sich keine neuen Sponsoren finden. Aufgrund der klammen Kasse bei den Sportfreunden boten Fans und Unterstützer ihre Hilfe an. Zur Fan-Aktion beim öffentlichen Training der Mannschaft des neuen Cheftrainers Matthias Hagner brachte der Geschäftsführer der Sportfreunde-Spielbetriebs-GmbH, Ulrich Steiner, erfreuliche Nachrichten mit ins Leimbachtal.

Die Fans von Sportfreunde Siegen sendeten ein starkes Signal an Politik und Wirtschaft.

Die Fans von Sportfreunde Siegen sendeten ein starkes Signal an Politik und Wirtschaft.

Der Termin für einen „Runden Tisch“ mit Vertretern aus Lokalpolitik und Wirtschaft steht. Am 29. Januar will man sich über weitere Ideen, Konzepte und Aktionen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft der Sportfreunde Siegen abstimmen. „Ziel ist es, eine breite Basis für eine nachhaltige Finanzierung des Profifußballs in Siegen zu finden“, erklärte Steiner.

„Runder Tisch“ am 29. Januar

Zudem seien erste Etappenziele erreicht worden, berichtete der Vereinsvorsitzende. „Wir haben zahlreiche Gespräche geführt. Erste Erfolge sind da und weitere Termine wurden vereinbart“, so Steiner, der auf der Mitgliederversammlung am Donnerstag ins Detail gehen möchte. Die gute Kunde dürfte die Siegener Fans, die das Training der Hagner-Elf auf dem Kunstrasenplatz des Leimbachstadions besuchten, zumindest zuversichtlich stimmen. Auch Bürgermeister Steffen Mues richtete ein Grußwort an den Sportfreunde-Anhang.

Vor dieser Kulisse absolvierte die Mannschaft von Neu-Trainer Matthias Hagner ihr Training am Mittwoch.

Vor dieser Kulisse absolvierte die Mannschaft von Neu-Trainer Matthias Hagner ihr Training am Mittwoch.

„Die Fans stehen hinter dem Verein. Das ist ein klares Zeichen auch für potenzielle Sponsoren, dass es in Siegen mit dem Profifußball weitergehen soll“, lobte Mues das Engagement. „Die Sportfreunde Siegen sind ein Imageträger für die Region“, stellte das Siegener Stadtoberhaupt klar. Ein Rahmenprogramm beim Training rundete die Aktion ab.

Sportfreunde ein „Imageträger“

Neben den Interviews und abgespielten Tonspuren aus Videogrußbotschaften gab es für Jugendliche bis 18 Jahre ein Torwandschießen, bei dem es Freikarten für das Siegener Heimspiel gegen Bochum zu gewinnen gab. Für die Verpflegung der vielen Besucher sorgte das Team der Stadiongaststätte „Anpfiff“. Im Vorfeld hatten die Siegener Fans am Wochenende rund 40.000 Flyer für die Aktion großflächig verteilt.



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