Ina Kaplan wird 5. mit deutschem Team bei der Pool-Billard Team WM

(wS/sp) Siegen/Peking. Die für den Billard-Club Siegtal in der 1. Pool-Billard Bundesliga spielende Ina Kaplan war in der vergangenen Woche mit der deutschen Nationalmannschaft in Peking/China unterwegs. Dort fand die alle zwei Jahre stattfindende Team-Weltmeisterschaft statt, an der insgesamt 25 Teams aus 24 Ländern antraten. Einzig China als Gastgeberland wurde ein zweiter Startplatz gewährt.

Die Reise gen Asien hatten außer Kaplan noch die beiden Billard-Ikonen Ralf Souquet (BSV Dachau) und Thorsten Hohmann aus Fulda sowie der Saarländer Sebastian Staab angetreten. Gespielt wurde zunächst in fünf Vierer- und einer Fünfergruppe, wobei Deutschland mit Österreich, Großbritannien und Südafrika in einer Gruppe war. Diese wurde gemeinhin als Todesgruppe angesehen, denn mit Großbritannien war der Weltmeister von 2010 mit dabei und Österreich ist amtierender Team-Europameister. Um das Minimalziel Achtelfinale zu erreichen, war also der zweite Platz zwingend notwendig, wobei auch ein paar Gruppendritte die Finalrunde erreichten. Man wollte auf deutscher Seite aber natürlich auf Nummer sicher gehen.

Ina Kaplan, Team-WM 2014, Foto Tai Chengzhe

Ina Kaplan hochkonzentriert (Foto: Tai Chengzhe)

Gleich zum Auftakt ging es gegen die Alpenrepublik mit den Geschwistern Ouschan. Jasmin war bereits Weltmeisterin und ihr Bruder
Albin ist amtierender Vize-Weltmeister. Deutschland war also gewarnt und ging hochkonzentriert zu Werke. Ina Kaplan unterlag zwar in ihrem Einzel gegen Ouschan, sicherte dann aber gemeinsam mit Sebastian Staab im Mixed den entscheidenden vierten Punkt zum 4:2-Gesamtsieg. Kaplan/Staab überrannten Jasmin Ouschan und Jürgen Jenisy förmlich mit 7:2.

Dank eines kurz darauffolgenden 6:0-Sieges über Südafrika war die Finalrunde erreicht, so dass die anschließende 2:4-Niederlage gegen Großbritannien nicht so schwer wog. Kaplan konnte ihrerseits erneut im Mixed an der Seite von Staab überzeugen und sicherte einen der beiden Punkte.

Im K.O.-System ging es nun unter den letzten 16 gegen Russland weiter und die Siegenerin Kaplan spielte erneut eine wichtige Rolle. Zunächst rang sie die ehemalige Europaranglistenerste Anna Mazhirina im Einzel nieder und vollendete dann gemeinsam mit Sebastian Staab zum 4:2-Sieg und dem Einzug ins Viertelfinale.

Gegen Japan sah es zunächst nicht so gut aus, doch Ina Kaplan (gegen die Weltranglistenachtzehnte Chichiro Kawahara) und Thorsten Hohmann brachten ihre Farben mit 3:2 in Front. Nun lag es also wieder am Mixed, doch diesmal unterlagen Kaplan/Staab gegen das bärenstark aufspielende japanische Pärchen. So kam es erstmals im Turnier zum Shoot-Out, einer Art Elfmeterschießen auf dem Billard-Tisch. Beide Teams mussten eine vorher festgelegte Kugelposition versenken, wobei das Team, welches zuerst sechs Treffer erzielt, als Sieger hervorgeht. Das Shoot-Out verlief dramatisch und ging bei 5:5 sogar in die Verlängerung. Erst dann war Japan einen Wimpernschlag vorne und sicherte sich durch ein 7:5 den Halbfinaleinzug.

Deutschland musste sich mit dem fünften Platz begnügen, wobei Ina Kaplan mit einer Bilanz von 7:3-Siegen auf eine äußerst erfolgreiche WM zurückblickt.

Weltmeister wurde schließlich die zweite Vertretung aus China, die das philippinische Quartett mit 4:2 niederringen konnte. China 1 und Japan sicherte sich Bronze.

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