Ferndorf nimmt Kurs auf die Tabellenspitze

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(wS/ms) Krefeld – Die Handballer des TuS Ferndorf haben den zweiten Spitzenreiter in Folge geschlagen. Bei der HSG Krefeld siegte das Team von Erik Wudtke mit 30:27 (15:12). Spannend blieb es bis zum Schluss, verdient war der Ferndorfer Sieg aber allemal. „Wenn man die meiste Zeit vorne liegt, hat man auch verdient gewonnen“, befand Wudtke nach Abpfiff. Bester Torschützen aus seiner Mannschaft war Ex-Krefelder Niklas Neis, der acht Mal netzte.

In der Krefelder Sporthalle entwickelte sich ein spannendes Spiel, in dem die Siegerländer schnell die Führung übernahmen, über 2:0 und 3:1 vorlegten. Aber deutlicher als drei Tore absetzen konnten sich die Ferndorfer nicht, beim 5:5 hatte Krefeld erstmals wieder ausgeglichen. Der TuS wirkte im ersten Durchgang in einigen Phasen überlegen, auch, weil Abwehrchef Heider Thomas entgegen der Befürchtungen zur Verfügung stand. Gegen Hagen hatte sich Thomas in der vergangenen Woche den Finger ausgekugelt, sieben Tage später stand er wieder auf der Platte und stabiliseirte die Deckung des TuS über weite Strecken. Ein weiterer Aktivposten im Spiel war Niklas Weis. Der Ex-Krefelder machte in seinem alten „Wohnzimmer“ am Königshof vor allem in der zweiten Hälfte viele wichtige Tore für Ferndorf, vor der Pause hämmerte er den Ball zum 15:12-Halbzeitstand für seinen TuS.

Im Tor zeigte Lucas Puhl wie gehabt eine solide Leistung. Kai Rottschäfer, der wieder genesen nach seiner Grippe bereits das Abschlusstraining am Freitag hatte mitspielen können, erwies sich als Siebenmeterkiller, parierte sowohl in der 18. als auch in der 38. Minute wichtige Krefelder Strafwürfe. Nach der Pause sorgte Ferndorf zunächst mit einer starken Phase für ordentlich Abstand, legte auf 22:15 (42.) vor. Danach aber spielten sich die Hausherren in wenigen Minuten wieder heran, der Vorsprung schmolz auf 19:22 bedrohlich zusammen. Erik Wudtke nahm im Gegensatz zum Hagen-Spiel dieses Mal auch entsprechend seine Möglichkeiten wahr, Auszeiten zu nehmen. In der Deckung hatte Ferndorf nun ab und an einfachere Tore über die linke Angriffsseite der Krefelder gefangen, es wurde spannend.

Gut für die Ferndorfer, dass zum einen Puhl wie gewohnt auf dem Posten war, zum anderen, dass sich Stephan Pletz nach dem 22:24-Anschluss seiner HSG eine Zeitstrafe einhandelte. In Überzahl erzielte Ferndorf über Bennet Johnen und Daniel Mestrum das 25:22 und 26:23, eine eigene Unterzahl steckte der TuS schadlos weg. Spätestens, als Bennet Johnen eine Minute vor Ende das 30:26 erzielte, war die Vorentscheidung gefallen. Knapp, aber verdient.

Durch den Erfolg haben die Ferndorfer in der Tabelle nun Platz zwei übernommen. Am kommenden Wochenende haben die Spieler von Erik Wudtke ein freies Wochenende vor sich, danach wartet das nächste Spitzenspiel auf den TuS: Am 1. November empfangen die Siegerländer in der Sporthalle an der „Stählerwiese“ dann den Tabellendritten SV Zweibrücken.

HSG: Ruch, Jaeger – Gentges (7), Hombrink (6), Pletz, Kuhfuss, Schneider (je 3), Phlak (2/2), Pannen (2), Loschinski (1), Fietze, Pagalies, Schmitz, Wittig.

TuS: Puhl, Rottschäfer – Weis (8), Johnen (5), Koke (5/2), Mestrum (4), Breuer (3/2), Bettig, Schneider (je 2), Barkow (1), John, Reuter.

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Fotos: Micha Sommer

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