Gleichstellungsbeauftragte treffen sich im Kreishaus

Gute Gesetze, viele Erfolge – doch volle Gleichberechtigung ist immer noch nicht erreicht

(wS/siwi) Siegen-Wittgenstein – „Kräfte bündeln und Synergien nutzen“, unter diesem Motto traf sich jetzt der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Siegener Kreishaus mit den für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt und Gleichstellung zuständigen Kolleginnen des Jobcenters und der Arbeitsagentur. Zu diesem Treffen eingeladen hatte Martina Böttcher, die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises.
„Wir arbeiten schon seit vielen Jahren eng zusammen und haben in dieser Zeit auch schon so manches auf den Weg gebracht“, so Martina Böttcher. So wurden z.B. im Rahmen einer Reihe für Berufsrückkehrerinnen etliche Veranstaltungen durchgeführt oder eine eigene „Minijobbroschüre“ herausgebracht. Diese wird ständig aktualisiert und enthält nützliche Informationen rund um das Thema geringfügige Beschäftigung.

Martina Böttcher, Kreis Siegen-Wittgenstein; Sarah Georg, Jobcenter; Birgit Riemer-Schnabel, Arbeitsagentur; Heidi Dreisbach, Siegen; Marika Kunold, Bad Laasphe; Annette Kreutz, Hilchenbach; Silke Strunk, Neunkirchen; Martina Kratzel, Siegen; Silvia Machoczek, Wilnsdorf; Monika Molkentin-Syring, Kreuztal. Anke Schmidt, Bad Berleburg, und Daniela Hofmann, Jobcenter, waren beim Treffen ebenfalls dabei, sind aber nicht auf dem Foto zu sehen. (Foto: Kreis)

Martina Böttcher, Kreis Siegen-Wittgenstein; Sarah Georg, Jobcenter; Birgit Riemer-Schnabel, Arbeitsagentur; Heidi Dreisbach, Siegen; Marika Kunold, Bad Laasphe; Annette Kreutz, Hilchenbach; Silke Strunk, Neunkirchen; Martina Kratzel, Siegen; Silvia Machoczek, Wilnsdorf; Monika Molkentin-Syring, Kreuztal. Anke Schmidt, Bad Berleburg, und Daniela Hofmann, Jobcenter, waren beim Treffen ebenfalls dabei, sind aber nicht auf dem Foto zu sehen. (Foto: Kreis Siegen-Wittgenstein)

„Ein kontinuierlicher Informationsaustausch ist dafür Voraussetzung. Nur so können wir in Zeiten knapper finanzieller und personeller Ressourcen in den Kommunen das hohe Niveau bei der Bearbeitung der zahlreichen Themenfelder, die die Querschnittsaufgabe mit sich bringt, erhalten.“

Entsprechend vielfältig waren auch die Themen, die auf der Agenda standen. Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie/Pflege und Beruf für Frauen und Männer, Unterstützung bei der Berufsrückkehr, Berufswahlorientierung, regionale Arbeits- und Strukturpolitik, Stärkung der Frauenerwerbstätigkeit in Zeiten des demografischen Wandels, Entgeltgleichheit, Gewaltschutz und Personalentwicklungsmaßnahmen in den einzelnen Institutionen wurden ebenso besprochen wie gemeinsame Veranstaltungen und Projekte.

Bereits seit vielen Jahren ist die Gleichstellungsarbeit kommunale Pflichtaufgabe. „Wir haben schon viele Erfolge erzielt und es gibt mittlerweile auch recht gute Gesetze, auf die wir zurückgreifen können. Dennoch ist das Ziel der tatsächlichen Durchsetzung der Gleichberechtigung noch nicht erreicht. Das erleben wir tagtäglich bei unserer Arbeit und viele Frauen können dies aus eigener Erfahrung bestätigen“, so die einhellige Erfahrung der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft. „Das Thema selbst ist mittlerweile gesellschaftsfähig geworden. Bei der tatsächlichen Umsetzung stoßen wir aber immer noch oft auf verschlossene Türen. Darum bleiben wir auch in Zukunft hartnäckig am Ball und unterstützen uns gegenseitig in unseren Bemühungen.“

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