Erster Spatenstich auf dem Hachenberg

Neubau der Ausbildungs-, Test- und Trainingseinrichtung

(wS/bw) Erndtebrück – Oft wurde er bereits thematisiert, der Neubau der Ausbildungs-, Test- und Trainingseinrichtung (ATT) am Luftwaffenstandort Erndtebrück, in der künftig in der Hachenberg-Kaserne alle Ausbildungsgänge des Einsatzführungsdienstes infrastrukturell in einem neuen Gebäudekomplex vereint werden sollen. Nach umfangreichen Planungsarbeiten starteten gestern mit dem symbolischen ersten Spatenstich auch die Baumaßnahmen.

Nach umfangreichen Planungsarbeiten starteten gestern mit dem symbolischen ersten Spatenstich auch die Baumaßnahmen auf dem Hachenberg. (v. l.) Björn Bremer (Architekt), Major Mirco Naumann (Leiter Ausbildungs-, Test- und Trainingseinrichtung), Karl Ludwig Völkel (Bürgermeister Erndtebrück), Oberstleutnant Lars Hoffmann (Kommandeur Einsatzführungsbereich 2), Helmut Heitkamp (Niederlassungsleiter Bau- und Liegenschaftsbetrieb Dortmund), Georg Wenzel (Architekt), Oberstleutnant Lars Gehlhaar (Leiter Lehr- und Verfahrenszentrum). (Foto: Alexander Kehle)

Nach umfangreichen Planungsarbeiten starteten gestern mit dem symbolischen ersten Spatenstich auch die Baumaßnahmen auf dem Hachenberg. (v. l.) Björn Bremer (Architekt), Major Mirco Naumann (Leiter Ausbildungs-, Test- und Trainingseinrichtung), Karl Ludwig Völkel (Bürgermeister Erndtebrück), Oberstleutnant Lars Hoffmann (Kommandeur Einsatzführungsbereich 2), Helmut Heitkamp (Niederlassungsleiter Bau- und Liegenschaftsbetrieb Dortmund), Georg Wenzel (Architekt), Oberstleutnant Lars Gehlhaar (Leiter Lehr- und Verfahrenszentrum). (Foto: Alexander Kehle)

Hohe Qualität der Ausbildung auch in Zukunft sichergestellt

Der Einsatzführungsbereich 2 ist die zentrale Ausbildungsstätte für die gesamte lehrgangsgebundene operationelle und in Teilen technische Ausbildung aller Feldwebel und Offiziere der Verbände des Einsatzführungsdienstes. Im Rahmen von NATO-Vereinbarungen besuchen derzeit auch schon Lehrgangsteilnehmer aus Partnerländern den Luftwaffenstandort Erndtebrück, um fachliche Qualifikationen zu erwerben. Derzeit sind die unterschiedlichen Ausbildungsbereiche noch in sechs verschiedenen Gebäuden mit unterschiedlichen Systemen über den Hachenberg verteilt. Gebäude, für die in der Summe umfangreiche Sanierungs- und Renovierungsarbeiten anstehen. Im Rahmen einer Kostenvergleichsrechnung erschien der Neubau der ATT als rentabler. Gleichzeitig werden mit dem Neubau nicht nur Synergien in der Ausbildung erzielt, sondern auch moderne Simulations- und Einsatzsysteme eingebaut. „Am heutigen Tag unternehmen wir einen bedeutenden Schritt“, so verdeutlichte der Leiter des Lehr- und Verfahrenszentrums, Oberstleutnant Lars Gehlhaar, die enorme Wichtigkeit der Baumaßnahme. Damit sei, so der Stabsoffizier, „die hohe Qualität der Ausbildung auch in Zukunft sichergestellt“.

So soll sie aussehen, die neue Ausbildungs-, Test- und Trainingseinrichtung (ATT) am Luftwaffenstandort Erndtebrück. (Präsentation: Beckmann Wenzel Architekten)

So soll sie aussehen, die neue Ausbildungs-, Test- und Trainingseinrichtung (ATT) am Luftwaffenstandort Erndtebrück. (Präsentation: Beckmann Wenzel Architekten)

Alma Mater des Einsatzführungsdienstes der Luftwaffe

Aufgrund des Ausbildungsauftrages wird der Einsatzführungsbereich 2 ohnehin als das „Mutterhaus des Einsatzführungsdienstes“ bezeichnet. „Wir können mit Stolz behaupten, dass alle Soldaten des Einsatzführungsdienstes während ihrer Laufbahn – und das gilt durch alle Dienstgradgruppen hinweg – zumindest ein kurzes, aber sehr wichtiges Stück von uns begleitet werden“, erklärte Gehlhaar im Rahmen seiner Ansprache und betonte zugleich: „Ich bin dazu geneigt zu sagen, der Hachenberg ist die Alma Mater des Einsatzführungsdienstes der Luftwaffe!“ Die Zentralisierung der Ausbildung im neuen Gebäude bietet künftig viele Vorteile. Es geht in Erndtebrück dabei jedoch nicht nur um die Sicherung von Standards, sondern vielmehr auch um das Sicherstellen einer hohen Ausbildungsqualität und den effizienten Einsatz immer knapper werdender Ausbildungsmittel. „Zudem wollen wir dem Umstand der knappen Verfügbarkeit des Personals und natürlich der zunehmenden Komplexität notwendiger Simulations- und Einsatzgefechtsstandsysteme wirtschaftlich und ressourcenoptimiert entgegen treten“, verdeutlichte der Leiter des Lehr- und Verfahrenszentrums.

Besondere Baumaßnahmen erfordern besondere Werkzeuge! Und so gab es goldene Klappspaten für den Kommandeur, Oberstleutnant Lars Hoffmann und den Leiter des Lehr- und Verfahrenszentrums, Oberstleutnant Lars Gehlhaar. (Foto: Daniel Heinen)

Besondere Baumaßnahmen erfordern besondere Werkzeuge! Und so gab es goldene Klappspaten für den Kommandeur, Oberstleutnant Lars Hoffmann und den Leiter des Lehr- und Verfahrenszentrums, Oberstleutnant Lars Gehlhaar. (Foto: Daniel Heinen)

Technische Daten:

– Nutzfläche NFa: 1710 m2
– Technische Funktionsfläche TFa: 343 m2
– Grundfläche BGFa: 3166 m2
– Rauminhalt BRIa: 15773 m3
– Planung: 03.2013 bis 03.2015
– Ausführung: 03.2015 bis 03.2017
– Geplanten Baukosten: 10,7 Mio. Euro
– Dreigeschossiger Gebäudeteil mit Schulungsräumen auf einem Sockelgeschoss mit Technikräumen in Hanglage
– Hoch wärmegedämmtes Gebäude in Massivbauweise mit dauerhaften Baustoffen und flexiblen Grundrissen
– Außergewöhnlich umfangreiche, modernste technische Ausstattung
– Strukturiertes Hochgeschwindigkeits-Datennetz für live- und simulationsgestützte Ausbildung
– Integriertes Blockheizkraftwerk zur Stromerzeugung mit dualer Energienutzung und Wärmerückgewinnung

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