Antrittsbesuch von Landrat Andreas Müller in Emek Hefer

Beziehung zum israelischen Partnerkreis ausbauen und vertiefen

Landrat Andreas Müller (r.) und sein israelischer Amtskollege Ran Idan auf einer „Rothaarstein-Liege“ am Siegen-Wittgenstein-Abschnitt des Alexanderflusses in Emek Hefer.

Landrat Andreas Müller (r.) und sein israelischer Amtskollege Ran Idan auf einer „Rothaarstein-Liege“ am Siegen-Wittgenstein-Abschnitt des Alexanderflusses in Emek Hefer.

Siegen (wS/pm) | Mit einer Delegation aus Siegen-Wittgenstein ist Landrat Andreas Müller jetzt erstmals nach seiner Wahl in den israelischen Partnerkreis Emek Hefer gereist. Für Müller war damit zugleich sein Antrittsbesuch bei seinem israelischen Kollegen Ran Idan verbunden. Dieser hatte in seinem Terminkalender zwei Tage komplett frei geräumt, um Andreas Müller den Kreis Emek Hefer persönlich vorzustellen. „Diesen persönlichen Einsatz von Ran Idan habe ich als große Wertschätzung empfunden. Wir hatten viel Zeit zum Austausch und haben uns auch persönlich sehr gut kennengelernt“, berichtet Müller: „Wir waren uns absolut einig, dass die Partnerschaft außerordentlich erfolgreich ist und wir sie ausbauen und vertiefen wollen.“

So wurde in den Gesprächen unter anderem deutlich, dass viel mehr Jugendliche aus Emek Hefer nach Siegen-Wittgenstein kommen möchten, als Plätze im Rahmen der Austauschprogramme zur Verfügung stehen. „Hier möchte ich mit dem Kreisjugendring oder auch mit Schulen ins Gespräch kommen, um auszuloten, inwieweit wir hier zusätzliche Angebote schaffen können“, erläutert der Landrat. Gleichzeitig wollen Siegen-Wittgenstein und Emek Hefer darüber nachdenken, wie man gerade Menschen im mittleren Alter aktiver in die Partnerschaft einbeziehen kann.

Zur Delegation aus Siegen-Wittgenstein gehörten unter anderem auch Hermann-Josef Dröge (CDU), Bernd Dehmel (SPD), Günter Jochum (Bündnis90/Die Grünen) und Tulay Ergün (Die Linke) als Vertreter der Kreistagsfraktionen. Für die meisten war es der erste Besuch in Emek Hefer. Insbesondere von der wirtschaftlichen Dynamik des Landes, von den guten Projekten zur Integration von Zuwanderern und von zahlreichen Initiativen zum Erhalt der natürlichen Umwelt waren die Delegationsteilnehmer beeindruckt.

So standen u.a. Besuche in verschiedenen landwirtschaftlichen Betrieben auf dem Programm, in denen z.B. Gurken, Avocados oder Zitrusfrüchte angebaut werden. Am Alexanderfluss besichtigte die Gruppe den Siegen-Wittgenstein-Abschnitt und Ran Idan und Andreas Müller nahmen auf einer Liege im Rothaarsteig-Design Platz. Einen Besuch in der Alexander-Brauerei, in der nach deutscher Braukunst Bier produziert wird, hatten die Gastgeber genauso organisiert, wie die Besichtigung einer Biogasanlage. Die dort gewonnene Energie wird u.a. für das Grundwassermanagement und für die Bewässerungssystem eingesetzt.

Zum Besuchsprogramm der Gäste aus Deutschland gehörte auch ein Tag in Jerusalem. In der Gedenkstätte Yad Vashem wurde die Gruppe von einem Historiker sehr kenntnisreich und zugleich bewegend über den Holocaust informiert. Im „Garten der Gerechten unter den Völkern“ verweilten die Delegationsmitglieder an der Gedenktafel, die an den Arzt von Buchewald, den Siegener Walter Krämer, erinnert. Im „Tal der Gemeinden“ legte der Landrat einen Kranz an der Stelle nieder, an der an die von den Nationalsozialisten zerstörten jüdischen Gemeinden in Siegen, Bad Berleburg und Bad Laasphe erinnert wird.

Insgesamt fünf Tage war die Gruppe aus Siegen-Wittgenstein in Israel unterwegs. Mit vielen neuen Eindrücken und Erkenntnissen kamen die Teilnehmer nach Deutschland zurück: „Die persönliche Begegnung mit unseren Freunden in Emek Hefer hat unserer Partnerschaft ohne Zweifel weitere positive Impulse gegeben“, ist Landrat Andres Müller fest überzeugt.

 

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