Sinfoniekonzert-Motto „Alles Beethoven“

Karten nur noch für das zweite Konzert am Samstag, 30. Januar, verfügbar

(wS/red) Siegen 21.12.2015 | Als Beethoven sein 3. Klavierkonzert in Wien uraufführte, schrieb er Musikgeschichte, denn an diesem 5. April 1803 erklang erstmals öffentlich ein Klavierkonzert mit sinfonischen Merkmalen; der große Komponist verpflanzte damit quasi über Nacht die gesamte Gattung aus den Salons in den Konzertsaal, vom Liebhaber-Musizieren auf die Profi-Bühne. Ein Kuriosum am Rande: Ignaz Xaver von Seyfried, der für Beethoven damals die Noten umblätterte, berichtete, dass die Blätter des Komponisten „bis auf ein paar mir rein unverständliche ägyptische Hieroglyphen“ komplett leer gewesen seien. Er habe wohl nur „dem Publikum zulieb‘“ umgeblättert!

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Solistin dieser beiden „Alles Beethoven“-Konzerte wird die Schweizerin Beatrice Berrut sein, eine Pianistin mit großer Reputation. Die 30-Jährige ist in den wichtigsten Hallen Europas und Amerikas aufgetreten (Berliner Philharmonie, Preston Bradley Hall Chicago, Londoner Wigmore Hall, Palais des Beaux-Arts Brüssel, Teatro Coliseo in Buenos Aires…), hat mit großen Orchestern und berühmten Kollegen wie Gidon Kremer, Shlomo Mintz oder Itzhak Perlman zusammen gearbeitet.

Studiert hat Berrut in Lausanne und an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Neben europaweiten TV-Auftritten (ARTE, France 3, RTS, ZDF usw.) machte sie sich auch durch vier hoch gelobte CD-Einspielungen einen Namen.

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Neben dem dritten Beethoven-Klavierkonzert steht die sogenannte 1. Leonoren-Ouvertüre auf dem Programm derPhilharmonie Südwestfalen unter ihrem Chefdirigenten Charles Olivieri-Munroe. Diese „Leonore eins“ ist in Wahrheit die vierte Ouvertüre, die Beethoven für seine Oper „Fidelio“ komponiert hat, vermutlich anlässlich einer für 1808 geplante Erstaufführung in Prag, die dann aber nicht zustande kam. Als reines Konzertstück gehört diese Ouvertüre seit langem zum festen Bestand des sinfonischen Repertoires.

Und dann erklingt noch Beethovens kämpferische Siebte, jene grandiose Sinfonie, die zu Lebzeiten des Komponisten zu seinen größten Erfolgen gehörte. Vor allem der stürmische vierte Satz ist – selbst für Bethovens geniale Verhältnisse – ein sinfonisches Fest mit fast alle verfügbaren Rhythmen und Klangfarben.

Karten (25,50 – 3750 Euro, ermäßigt 15,50 – 29 Euro) gibt es an der Apollo-Theaterkasse (Di-Fr. 13-19 Uhr, Sa. 10-14 Uhr sowie eine Stunde vor der Vorstellung), an den Vorverkaufsstellen oder online: www.apollosiegen.de. Telefonische Kartenbestellung sind während der Theaterkasse-Öffnungszeiten möglich: 02 71 / 77 02 77-2.

Fotos: Agentur

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