Asylverfahren erläutert: Gemeinde Wilnsdorf lud zum Vortrag ein

(wS/wi) Wilnsdorf 17.05.2016 | Etwas Licht in das Dickicht des deutschen Asylrechts zu bringen, diesen Versuch unternahm kürzlich die Gemeinde Wilnsdorf. Sie hatte interessierte ehrenamtliche Unterstützer der Flüchtlingshilfe zu einem Vortrag eingeladen: Gül Ditsch, Mitarbeiterin des Vereins für Soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen (VAKS), informierte über den Ablauf des Asylverfahrens und berichtete aus ihrer eigenen Arbeit als Verfahrensberaterin in der Erstaufnahmeeinrichtung Burbach.

Wilnsdorf_Logo_WappenDen Zuhörern, die die in Wilnsdorf untergebrachten Asylsuchenden betreuen, brannte zumeist die gleiche Frage auf den Lippen: Warum dauern die Asylverfahren so unterschiedlich lang. Gül Ditsch konnte mit einigen Antworten weiterhelfen. „Das Bundesamt für Migration vergibt die Termine zur Anhörung abhängig davon, ob Fallentscheider und Dolmetscher für die entsprechenden Herkunftsländer und die benötigte Sprache zur Verfügung stehen“. Und besonders zu den Zeiten, als viele Flüchtlinge nach Deutschland kamen, waren Wartezeiten vorprogrammiert. „Zu Hochzeiten registrierten wir täglich 60 bis 70 Neuankömmlinge in der Burbacher Erstaufnahmeeinrichtung“, erinnert sich Ditsch, „die lokale BAMF-Niederlassung konnte aber nur zwanzig bis dreißig Asylsuchende anhören“. Inzwischen habe sich die Lage entspannt, so dass die Verfahren zügiger abgewickelt werden können.

Diesen Eindruck bestätigten auch die anwesenden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des Wilnsdorfer Fachdienstes für Soziales. Von den 429 Personen, die die Gemeinde Wilnsdorf seit 1. Januar 2015 aufgenommen hatte, sind mittlerweile 115 anerkannt, ausgereist oder unbekannt verzogen. Die Unterbringungssituation habe sich entspannt, die größeren Unterkünfte wie die Grundschulgebäude in Anzhausen und Wilden seien nur noch zur Hälfte belegt, konnten die Mitarbeiterinnen berichten.

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