Neues Initiativ-Netzwerk „H2Siegerland“: Ziel ist erste Wasserstoff-Tankstelle in Siegen

(wS/red) Siegen 23.12.2016 | Die Wirtschaftsförderung der Universitätsstadt Siegen will ein Initiativ-Netzwerk aufbauen, um u.a. die erste „Wasserstoff-Tankstelle“ für Elektrofahrzeuge nach Siegen-Wittgenstein zu holen. Um die regionale Initiative zum Ausbau der Infrastruktur im Bereich Elektromobilität auf den Weg zu bringen, führten Vertreter der Stadt Siegen jetzt gemeinsam mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein ein Roundtable-Gespräch mit Unternehmen, Wasserstoff-Herstellern, dem Klimaschutzmanager des Kreises, der Universität Siegen und der Energieagentur NRW.

Sie wollen die erste Wasserstoff-Tankstelle in die Region bringen: die Teilnehmer des neu gegründeten Initiativkreises „H2Siegerland“ nach dem ersten „Roundtable“-Austausch im Kreishaus. (Foto: Stadt Siegen)

Sie wollen die erste Wasserstoff-Tankstelle in die Region bringen: die Teilnehmer des neu gegründeten Initiativkreises „H2Siegerland“ nach dem ersten „Roundtable“-Austausch im Kreishaus. (Foto: Stadt Siegen)

Hintergrund ist, dass die Bundesregierung mit dem Nationalen Innovationsprogramm Elektromobilität (NIP) in einer ersten Ausbauphase bis 2019 plant, ein flächendeckendes Netz an Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland aufzubauen. Die ersten 50 Wasserstoff-Tankstellen sollen vorrangig in den Metropolen und an Autobahnen errichtet werden. Beim Bundesverkehrsministerium wurde bereits ein Antrag zur Förderung einer solchen Tankstelle für Siegen-Wittgenstein überreicht. Ziel sei, als Kommune an einer solchen „Hauptverkehrsachse“ im Förderverfahren als vordringlich wahrgenommen zu werden, sagte Gerald Kühn, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung der Stadt Siegen. „Wir wollen für Unternehmen beste Standortbedingungen schaffen und einen technologischen Zugang zu einer nachhaltigen Zukunftstechnologie ermöglichen.“

Wasserstoff ist neben der Batterietechnik als Speichertechnologie der Energiewende notwendig. Die Technologie ermöglicht eine neue, emissionsfreie Fahrzeuggeneration von Elektroautos und E-Nutzfahrzeugen, bei der der Strom statt durch Batterien direkt im Fahrzeug über eine Brennstoffzelle erzeugt wird. Projektleiter Dominik Eichbaum von der Stadt Siegen erläutert: „Die Brennstoffzellentechnik ist ein wichtiger Aspekt der Elektromobilität. Diese Fahrzeuge haben eine längere Reichweite und sind schneller zu betanken als batterieelektrische Fahrzeuge.“

Der Initiativkreis will jetzt zeitnah zu einer zweiten Gesprächsrunde zusammenkommen, um die weitere Strategie auszuarbeiten. Unternehmen, Kommunen oder interessierte Verbände, die sich für eine Mitarbeit interessieren, können sich bei der städtischen Wirtschaftsförderung bei Dominik Eichbaum unter Tel. (0271) 404 – 2526 oder per E-Mail an emobility@siegen.de informieren und anmelden.

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