Lernen bei den Profis: Jugendliche aus Emek Hefer schauen bei der Kreisjugendfeuerwehr genau hin

(wS/red) Siegen 08.08.2017 | Wie kuppelt man Feuerwehrschläuche und Rohre richtig zusammen? Worauf muss man bei einem Löschangriff achten? Und: welche Aufgaben hat eine Feuerwehr sonst noch? Um diese Fragen ging es bei einem Treffen zwischen der Kreisjugendfeuerwehr und Jugendlichen aus Emek Hefer. Eine Woche lang waren zehn Jungen und Mädchen aus der israelischen Partnerregion des Kreises Siegen-Wittgenstein zu Gast. Seit 50 Jahren besteht der Austausch zwischen beiden Regionen: „Uns ist es wichtig, dass sich gerade junge Menschen aus beiden Kreisen begegnen“, unterstrich Landrat Andreas Müller bei der Begrüßung der Jugendgruppe und dankte dem Kreisjugendring und der Kreisjugendfeuerwehr für die Organisation des Austauschs.
Neben Ausflügen in die Wisent-Wildnis und den Movie Park stand in diesem Jahr für die israelischen Gäste etwas ganz Besonderes auf dem Programm: die Kreisjugendfeuerwehr gab Tipps und Tricks zu ihrer Arbeit, denn in Emek Hefer möchte man erstmals eine freiwillige Jugendfeuerwehr gründen. „Die Feuerwehr-Strukturen in Deutschland und Israel unterscheiden sich grundlegend. Bei uns haben Freiwillige Feuerwehren eine lange Tradition“, erklärte Landrat Andreas Müller. Um die Jugendlichen auf ihre späteren Aufgaben vorzubereiten, gab es Unterricht bei den „Profis“. Im Feuerwehrgerätehaus Langenholdinghausen erklärten 13 Mädchen und Jungen aus Siegen, Freudenberg, Hilchenbach, Kreuztal und Wilnsdorf, was sie bei der Jugendfeuerwehr schon gelernt haben. Beim Schläuche ausrollen und zusammen kuppeln packten die Gäste aus Emek Hefer dann engagiert mit an.
Neben ihren neu gewonnenen Eindrücken und zahlreichen Lehrunterlagen durften die Jugendlichen schließlich auch noch ein echtes „Stück Feuerwehr“ mit nach Hause nehmen: die blaue Feuerwehr-Einsatzkleidung!

Gemeinsames Treffen auf dem Kreishaus Dach: Zehn Jugendliche aus Emek Hefer wurden in Siegen in Empfang genommen. Mit dabei waren Landrat Andreas Müller (Mitte), Hartmut Ziebs, Präsident des deutschen Feuerwehrverbands (5. von rechts) und Kreisbrandmeister Bernd Schneider (3. von rechts).