Infoveranstaltung zum Wolfsterritorium Stegskopf

(wS/red) Siegen 29.06.2019 | Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf – Fachleute werden am 4. Juli über Möglichkeiten zum Herdenschutz informiert

Zu einer Informationsveranstaltung über die Förderung von vorbeugenden Maßnahmen zum Herdenschutz (Präventionsmaßnahmen) in der im April 2019 geschaffenen „Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf“ lädt die Bezirksregierung Arnsberg für Donnerstag, 4. Juli, 18.00 Uhr in die Bismarckhalle Siegen, Bismarckstraße 47, ein.

Die Veranstaltung richtet sich u.a. an die Verwaltungen der betroffenen Kreise Städte und Gemeinden, sowie die Halter von Schafen, Ziegen und Damwild sowie Mitglieder von Natur- und Umweltschutzverbänden.

Als Referenten informieren Dr. Matthias Kaiser (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW) über Grundlagen zum Wolf in Nordrhein-Westfalen und Christian Stang (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW) über die Förderrichtlinie Wolf. Aus dem Fachbereich 71 (Tierhaltung) der Landwirtschaftskammer NRW werden die Kriterien zu Aufstellung möglichst wolfssicherer Zäune aufgezeigt. Die Bezirksregierungen geben Übersicht zur Bearbeitung der Förderanträge.

Die Ausweisung einer Pufferzone um ein Wolfsgebiet bzw. um das Vorkommen eines territorialen Wolfes ist insbesondere für die Nutztierhaltung von großer Bedeutung. Das Land Nordrhein-Westfalen bietet in derartigen Pufferzonen auf der Grundlage der „Förderrichtlinien Wolf“ eine Förderung von vorbeugenden Maßnahmen zum Herdenschutz (Präventionsmaßnahmen) an. Gefördert werden in der Pufferzone der Erwerb von Elektrozäunen sowie die wolfssichere Optimierung bestehender Zäune.

Anträge auf Erstattungen der durch einen Wolf verursachten Schäden sowie Anträge auf Förderung von Herdenschutzmaßnahmen in der „Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf“ können bei den zuständigen Bezirksregierungen Arnsberg und Köln (dort bei dem für die Naturschutzförderung zuständigen Dezernat 51) gestellt werden.

Zum Hintergrund:

Im Mai 2018 hat das rheinland-pfälzische Umweltministerium im grenznahen Bereich zu Nordrhein-Westfalen das „Wolfs-Präventionsgebiet Westerwald“ ausgewiesen. Innerhalb dieses Gebietes wurde Anfang April 2019 für den Bereich des ehemaligen Truppenübungsplatzes Daaden/Stegskopf (Landkreise Altenkirchen und Westerwaldkreis), das Vorkommen eines territorialen Wolfes behördlich festgestellt.

Vor diesem Hintergrund hat das Umweltministerium NRW mit Wirkung zum 05.04.2019 auf nordrhein-westfälischer Seite zum „Wolfsterritorium Stegskopf“ eine Pufferzone ausgewiesen („Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf“). Die Pufferzone umfasst eine Fläche von etwa 1.270 km² mit den folgenden Städten bzw. Gemeinden: den Kreis Siegen-Wittgenstein mit den Städten Bad Laasphe, Freudenberg, Hilchenbach, Kreuztal, Netphen und Siegen sowie den Gemeinden Burbach, Erndtebrück, Neunkirchen und Wilnsdorf. Im Kreis Olpe ist die Gemeinde Wenden in die Pufferzone einbezogen.

Im Bereich des Regierungsbezirkes Köln gehört der Oberbergische Kreis mit der Stadt Waldbröl sowie den Gemeinden Morsbach und Reichshof und im Rhein-Sieg-Kreis die Gemeinde Windeck zur „Pufferzone zum Wolfsterritorium Stegskopf“.

Link zur Karte der Pufferzone:

https://wolf.nrw/wolf/web/babel/media/20190405_karte%20pufferzone%20stegskopf.pdf

Archivfoto wirSiegen.de

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