DBU: Unimog mit Joystick ĂŒber den Stegskopf gesteuert

(wS/red) Daaden 18.10.2019 |  (Geisterfahrer) mit Unimog am Stegskopf unterwegs 😎

Daaden. Wer in den vergangenen Tagen auf der DBU-NaturerbeflĂ€che Stegskopf von weitem einen vermeintlich „herrenlosen“ Unimog ĂŒber die Wiesen hat fahren sehen – darf seinen Augen durchaus trauen. Erstmals hat das gemeinnĂŒtzige Tochterunternehmen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), das DBU Naturerbe, den Landwirt Michael Buhl (Firma Agrar Buhl, Friedewald) beauftragt, rund acht Hektar Offenland mithilfe funkgesteuerter Technik zu mulchen. „Wir tun unser Möglichstes, um die arten- und blĂŒtenreichen Wiesen und Weiden am Stegskopf offen zu halten – trotz der möglichen Kampfmittelbelastung im Boden“, betont die Fachliche Leiterin des DBU Naturerbes, Susanne Belting. Damit die FlĂ€chen nicht verbuschen, habe der Landwirt in Zusammenarbeit mit dem Bundesforstbetrieb Rhein-Mosel nun Weiden und Ginster mechanisch entfernt und hierzu neben der funkgesteuerten Technik auch, wie im Vorjahr, einen gepanzerten Schlepper eingesetzt.

Der Unimog fĂ€hrt ferngesteuert ĂŒber mutmaßlich kampfmittelbelastete Bereiche der DBU-NaturerbeflĂ€che Stegskopf. © Michael Buhl/Buhl Agrar GbR

Revierleiter mit Ergebnis sehr zufrieden

Mithilfe der Fernsteuerung sei es möglich gewesen, potenziell stĂ€rker belastete Bereiche wie Schießbahnen zu bearbeiten. FĂŒr den Landwirt ist es nicht der erste Einsatz auf der FlĂ€che. Bereits 2018 hatte er die Idee und das technische Geschick, einen Traktor mit genormten Bauteilen wie Panzerglas und speziellem Unterbodenschutz ausrĂŒsten zu lassen und Teilareale auf der DBU-NaturerbeflĂ€che zu bearbeiten. „Jetzt ging er im wahrsten Sinne des Wortes einen Schritt weiter und steuerte seinen Unimog mit sicherem Abstand zum Fahrzeug per Joystick“, erklĂ€rt Revierleiter Christof Hast. Bedenken, dass der Forstmulcher unkontrolliert und steuerlos umher irren könnte, wĂŒrden nicht bestehen, da der Unimog mit entsprechender Sicherheitstechnik ausgestattet sei, die dies zuverlĂ€ssig verhindere. „Wenn der Funkkontakt abgebrochen wĂ€re, dann wĂ€re der Unimog einfach stehen geblieben“, so Hast. Mit dem Ergebnis ist der Förster sehr zufrieden.

Mit seiner geschĂŒtzten Technik hat Landwirt Michael Buhl im Auftrag des DBU Naturerbes rund 80 Hektar auf der DBU-NaturerbeflĂ€che Stegskopf mulchen können. © Michael Buhl/Buhl Agrar GbR

GestrĂŒpp am Rand des Derscher GeschwĂ€mms zurĂŒckgenommen

Wie auch schon im vergangenen Jahr setzte Buhl aber auch wieder die geschĂŒtzte Technik ohne Fernsteuerung ein. Insgesamt hat der Landwirt jetzt bereits rund 80 Hektar Offenland am Stegskopf bearbeitet, wovon insbesondere die typischen Wiesenvögel Braunkehlchen und Wiesenpiper profitieren werden. „Die Böden sind nach diesem Sommer insgesamt sehr trocken, so dass wir auch am Rand des sonst sehr feuchten Derscher GeschwĂ€mms mulchen und Aufwuchs zurĂŒcknehmen konnten“, erlĂ€uterte Hast.
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