Drogentotengedenktag im Kreisklinikum Siegen

(wS/Si) Siegen 22.07.2021 | Viertes Jahr in Folge: „Drogentotengedenktag“ im Kreisklinikum Siegen – Gedenkveranstaltung der Substitutionsambulanz für Patienten und Angehörige.

Seit vier Jahren organisiert das vierköpfige Team der Substitutionsambulanz des Kreisklinikums Siegen nun eine Gedenkveranstaltung zum internationalen „Drogentotengedenktag“, der am 21. Juli begangen wird. Damit soll jenen Menschen gedenkt werden, die an den Folgen ihres Drogenkonsums verstorben sind und öffentlich gegen die Stigmatisierung und Ausgrenzung von Drogengebrauchern vorgegangen werden sowie
Verständnis und Empathie in der Gesellschaft geschaffen werden. Wie im vergangenen Jahr, entschieden sich die Verantwortlichen aufgrund der aktuellen Situation dazu, die Feier in kleinerem Rahmen stattfinden zu lassen.

Foto: Kreisklinikum Siegen.  „Drogengebraucher benötigen Hilfe – keine Strafe!“ Dieses Verständnis möchten Tina Hühner, Sandra Meier und Karin Kraus (v.l.n.r.) von der Substitutionsambulanz des Kreisklinikums, in der Gesellschaft schaffen.

„Suchtpatienten müssen gefördert und gefordert werden, um eine Veränderung schaffen zu können“, betont Karin Kraus, pflegerische Leiterin der Ambulanz. Dem Team ist es ein besonderes Anliegen, neben der aktiven Hilfe für Patienten, auch gegen die Stigmatisierung und Ausgrenzung von Drogengebrauchern zu arbeiten. „Drogengebraucher sind auch nur Menschen wie du und ich, nur oftmals mit nicht so guten Startvoraussetzungen“, so Kraus weiter. Die ärztliche Leiterin Dr. Tatjana Mihajlovic erklärt: „Wichtig für Suchtpatienten ist es, eine geeignete Therapie zu erhalten und keine Strafen.“ Aus diesem Grund, ist die Substitutionsambulanz auch eine Anlaufstelle für Drogengebraucher, um gemeinsam ohne Vorurteile zu sprechen und zu arbeiten.

Auch Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Dr. Heiko Ullrich freut sich, dass das Angebot in der Substitutionsambulanz von den Patientinnen und Patienten so gut angenommen wird: „Es ist toll, dass das Angebot so geschätzt wird und auch andersrum bringt das Team der Substitutionsambulanz den Patienten viel Wertschätzung entgegen.“ Es sei zudem wichtig, besonders an Tagen wie diesen, Verständnis in der Bevölkerung darüber zu schaffen, dass es sich bei Sucht um eine Krankheit und keine Schwäche handelt.

Bei der Zeremonie zum Drogentotengedenktag, konnten alle Anwesenden in Gedenken an ihre verstorbenen Freunde und Bekannten, Kerzen anzünden und einige Worte sagen. Bei Sonnenschein und kleinen Speisen, bestand anschließend, nach Hygiene- und Abstandsregelungen, die Möglichkeit Erinnerungen auszutauschen und ins Gespräch zu kommen.

Kreisklinikum Siegen GmbH ∙ Marketing

Das interdisziplinäre Team der Substitutionsambulanz um Dr. Tatjana Mihajlovic besteht aus Ärzten, Pflegekräften, Medizinischen Fachangestellten und Sozialdienstmitarbeitern und versorgt bereits seit dem Jahr 2002 opiatabhängige Patienten. Aktuell betreut das Team 60 Patientinnen und Patienten.
Über die Kreisklinikum Siegen GmbH:
Die Kreisklinikum Siegen GmbH zählt mit ihren rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den größten Arbeitgebern in der Region. Träger des Unternehmens ist der Kreis Siegen-Wittgenstein. Im Jahr 2019 wurden im Kreisklinikum ca. 23.000 Patienten stationär und rund 51.000 Patienten ambulant versorgt. Zudem ist das Kreisklinikum Siegen Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps Universität Marburg und verfügt über ein angegliedertes Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ).

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