Farben, die unter die Haut gehen – Künstlerin Juli Nickmann lädt zur emotionalen Reise ins Haus 13

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(wS/red) Freudenberg 23.02.2026 | Wenn sich am letzten Februarwochenende die Türen des historischen Fachwerkhauses am Alten Flecken öffnen, erwartet die Besucherinnen und Besucher keine gewöhnliche Ausstellung, sondern ein sinnliches Gesamterlebnis. Unter dem Titel „Beyond the Surface – an emotional Journey“ verwandelt sich das Haus 13 vom 27.02.26 bis 01.03.26 in einen Resonanzraum für zeitgenössische Kunst – und mittendrin: die Freudenberger Künstlerin und Musikerin Juli Nickmann.

Zwischen Intuition und Ausdruckskraft

Nickmann, autodidaktisch geprägt und fest verwurzelt in ihrer Heimatstadt, hat sich der intuitiven Malerei verschrieben. Ihr künstlerischer Ansatz gleicht einer meditativen Expedition: kein festgelegter Plan, keine Referenz, kein vorgezeichneter Weg. Stattdessen vertraut sie auf den inneren Impuls, auf das Ungeplante, auf das, „was auf der Leinwand landen möchte“, wie sie selbst sagt.

Diese Haltung spiegelt sich eindrucksvoll in ihren aktuellen Werken wider.

In einem großformatigen Porträt teilt eine markante vertikale Linie das Gesicht in zwei emotionale Sphären: Links dominieren leuchtende Pink- und Magentatöne, die eine wache, offene Präsenz evozieren. Rechts hingegen verdichten sich dunkle Grün- und Schwarztöne zu einer fast mystischen, introspektiven Ruhe. Das Bild oszilliert zwischen Dualität und Einheit – zwischen Maske und Offenbarung.

Ein anderes Werk, gehalten in intensiven Violett- und Purpurschattierungen, fokussiert den Blick: Ein einzelnes Auge scheint den Betrachter direkt zu adressieren. Die Farbschichten – mit Acryl, ergänzt durch Mixed-Media-Elemente – verlaufen, tropfen, überlagern sich. Es entsteht eine vibrierende Oberfläche, die das Thema der Ausstellung geradezu verkörpert: Was liegt unter dem Sichtbaren?

Besonders eindrucksvoll ist auch ein farbgewaltiges Porträt mit kräftigem Rot, Gelb, Blau und Grün, das zwischen Figuration und Abstraktion changiert. Die plastische Modellierung der Lippen kontrastiert mit expressiv gesetzten Spachtelstrukturen – ein Spiel aus Kontrolle und Loslassen, aus bewusster Form und intuitiver Geste.

Nickmanns Arbeiten kreisen thematisch um den Menschen – um Emotion, Identität und die fragile Balance zwischen äußerer Erscheinung und innerem Erleben. Ihre Gesichter sind keine Porträts konkreter Personen, sondern Seelenlandschaften. Sie fordern zum Innehalten auf, zum genauen Hinsehen – und vor allem: zum Hineinspüren.

Haus 13 – Ein Ort der Begegnung

Mit dem Haus 13 hat sich Juli Nickmann einen lang gehegten Traum erfüllt. In der oberen Etage des denkmalgeschützten Fachwerkhauses entstehen ihre Werke in einer persönlichen Wohlfühlatmosphäre. Doch das Haus ist mehr als Atelier: Gemeinsam mit der Fotografin Kiria Bottenberg wurde hier ein kultureller Treffpunkt geschaffen – ein Ort für Ausstellungen, Atelierbesuche und intime Wohnzimmerkonzerte.

Die kommende Gemeinschaftsausstellung erstreckt sich über drei Etagen des Hauses. Sechs Kunstschaffende aus Malerei, Plastik/Skulptur und Fotografie präsentieren ihre Arbeiten. Die historische Architektur mit ihren sichtbaren Balken und verwinkelten Räumen bildet dabei einen atmosphärischen Kontrast zur zeitgenössischen Kunst – ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Ort: Oranienstraße 13 – Freudenberg

Kunst als Einladung

Nickmanns Werkentwicklung der letzten Jahre zeugt von bemerkenswerter Kontinuität und wachsender Präsenz: Ausstellungen in Siegen, Freudenberg, Netphen und Kreuztal sowie Beteiligungen an kuratierten Gruppenausstellungen unterstreichen ihre aktive Rolle in der regionalen Kunstszene. Seit April 2025 sind zudem 15 ihrer Werke dauerhaft in der Hautarztpraxis Siegerland zu sehen – ein Beispiel dafür, wie ihre Kunst bewusst in den Alltag integriert wird.

Mit „Beyond the Surface“ beginnt das neue Jahr farbintensiv und vielversprechend.

Die Vernissage am 27.02.26 um 19 Uhr (für geladene Gäste) wird musikalisch von Juli Nickmann selbst begleitet – eine Verbindung ihrer beiden Ausdrucksformen, die das Ausstellungskonzept auf sinnliche Weise erweitert. Am 28.02. und 01.03.26, jeweils von 14 bis 16 Uhr, ist die Ausstellung für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Künstlergespräche bieten Gelegenheit, Hintergründe, Prozesse und persönliche Zugänge zu erfahren.

Mehr als eine Ausstellung

Was Juli Nickmann auszeichnet, ist nicht allein ihre expressive Bildsprache, sondern ihre Haltung: Kunst als Raum des Loslassens. Als Möglichkeit, den inneren Kritiker zum Schweigen zu bringen. Als Einladung, sich selbst zu begegnen.

„Meine Bilder sollen einladen zum Verweilen und genauer Hinschauen“, sagt sie. Und genau darin liegt ihre Kraft.

Wer sich auf diese emotionale Reise einlässt, wird feststellen: Unter der Oberfläche liegt nicht nur Farbe. Dort wartet Resonanz.

Haus 13 in Freudenberg – ein Wochenende, das Lust auf Kunst macht.

Mehr dazu auch auf https://juli-nickmann-arts.de/

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