(wS/red) Kreuztal, 23.02.2026 | Wenn der Tabellenletzte kommt, muss die Halle brennen
Ferndorf empfängt den Tabellenletzten, aber niemand im Siegerland unterschätzt dieses Spiel,
Der TuS Ferndorf geht mit Rückenwind in das kommende Heimspiel gegen den HC Oppenweiler/Backnang. Die Rollen scheinen auf dem Papier klar verteilt, während Ferndorf traditionell schwer zu schlagen ist (Einige Ausnahmen bestätigen die Regel) 😉, reist der Aufsteiger aus Baden-Württemberg als Tabellenletzter ins Siegerland. Doch genau darin liegt auch die Gefahr.
Der HC Oppenweiler/Backnang erlebt eine harte Premierensaison in der 2. HBL. Trotz engagierter Auftritte und teilweise enger Phasen ist die Bilanz ernüchternd, nur 2 Punkte, viele knappe Einbrüche in der Schlussphase und eine Defensive, die zu oft unter Druck gerät. Was man der Mannschaft aber nicht absprechen kann:
- Sie geben nie auf
- Sie spielen mutig nach vorne
- Sie haben nichts zu verlieren
Gerade solche Teams sind in der Rückrunde gefährlich, weil sie irgendwann anfangen, befreit aufzuspielen.

Ceven und seine Jungs sind gut in die Rückrunde gestartet, die ersten zwei Spiele haben sie gewonnen, einmal in Krefeld und einmal zu Hause gegen Dormagen. Vergangenen Freitag dann noch dieses Spiel mit dem Phantomtor, dessen Ausgang ja wohl vom Sportgericht abhängt. Unsere Tendenz geht in Richtung Wiederholung, eine Anerkennung des 32:32 oder ein 32:31 für Hagen halten wir für unwahrscheinlich.
Ferndorf muss die Partie gegen Oppenweiler-Backnang mit der nötigen Ernsthaftigkeit angehen. Spiele gegen Tabellenletzte sind oft mental schwieriger als gegen Topteams. Der TuS hat die Qualität, das Spiel zu kontrollieren, aber nur, wenn er die Grundtugenden abruft, die da Härte, Tempo und Disziplin heißen.
Oppenweiler-Backnang verfügt über einen Kader mit insgesamt 19 Spielern darunter auch 3 Torhüter. Ihr Keeper Janis Boieck verzeichnet bisher 180 Paraden und ihr zweiter Mann Dave Hörnig 52 Paraden.
Schaut man sich die Torstatistik an, stellt man unschwer fest, dass die mit Abstand meisten Tore von Rückraumspielern erzielt wurden. Allen voran Tim Bruck 106/14 Tore und Nick Fröhlich mit 82/21 Tore.
Wir freuen uns natürlich auch auf die zwei Ex-Ferndorfer Niklas Diebel und seit kurzem auch Lukas Süsser, sie gehören beide dem „HCOB“ an.
Noch kein Ticket? Es gibt noch buchbare Sitzplätze im Gästeblock, Stehplätze natürlich auch.

Der Verein liegt seit Saisonbeginn auf Platz 18 der Tabelle mit 2:38 Punkten und einem Torverhältnis von 544:663 (-119) Trotz der ganz guten Rückraumstatistik liegen sie in der Offensive mit ihren 544 Toren auch auf Platz 18, in der Defensive mit den 663 Toren auf Platz 17, auf Platz 18 finden wir Krefeld.
Auf der TuS-Bank wird Ceven Klatt Philip Würz, Finn Scharnweber, Daniel Hideg, Gabi Viana, Josip Eres, Marvin Mundus, Julius Fanger, Mattis Michel, Valentino Duvancic, Nico Schnabl, Hampus Dahlgren, Sören Servos und die beiden Keeper Can Adanir und Filip Baranasic begrüßen können.
Philip und Hampus werden vermutlich ihre ersten Einsatzzeiten bekommen, das hängt aber in erster Linie vom Spielverlauf ab, so Ceven Klatt.
Definitiv nicht spielen werden Julius Meyer-Siebert, Fynn Herzig, Jonas Wilde, Fabian Hecker und Tom Jansen.

CEVEN Klatt: Oppenweiler ist eine sehr rückraumlastige, sehr wurfstarke Mannschaft, vor allem mit Timm Buck, Nick Fröhlich und Malte Dederding. Das sind drei Schützen, die sich sehr viele Würfe nehmen. Wenn ich richtig gezählt habe, hat jeder von denen in den letzten drei Spielen 46 Würfe aufs Tor gehabt, das ist schon allerhand.
Darauf müssen wir uns einstellen, dass da viel Gefahr aus dem Rückraum droht, und das müssen wir mit einer aggressiven Abwehr, die mit einer gewissen Grundhöhe agiert, verteidigen.
Oppenweiler hat sich auch mit einem alten Bekannten, nämlich Lukas Süsser, verstärkt, um sich ein bisschen mehr Aggressivität in die Abwehr zu holen.
Der Taktikfuchs Ceven wird`s schon machen: Foto Peter Trojak

Ich gehe davon aus, dass jeder Spieler weiß, welche Bedeutung das Spiel hat, aber ich betone es auch immer wieder, in der 2. Liga gibt es keine leichten Spiele. Wir haben die Erfahrung ja schon im Hinspiel gemacht. Wir gewinnen es mit einem Tor, führen aber zwischenzeitlich auch schon mit fünf, sechs Toren.
Wenn wir dann nachlassen, ist Oppenweiler sofort da und das ist auch etwas, was für sie spricht. Sie kämpfen immer und geben sich nicht auf. Damit müssen wir auch am Mittwoch rechnen. Deshalb heißt es für uns, maximale Leistung abzurufen, um die zwei Punkte einzufahren.
Bericht: Peter Trojak
Collage: Andreas Domian






