(wS/red) Kreuztal 25.08.2026 | Heute Morgen ging es an der Ecke B 508 / Zur Brüche in Kreuztal-Ferndorf sichtbar los – und das bei bestem Wetter: strahlend blauer Himmel, angenehme Temperaturen und rundum zufriedene Gesichter. Der Anlass war so erfreulich wie der Sonnenschein: Am Dienstag, den 25. August 2026, fiel um 11.00 Uhr der symbolische erste Spatenstich für das neue, gemeinsame Feuerwehrgerätehaus der Einheiten Ferndorf und Kredenbach. Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Bub entsteht damit ein Bauwerk, das die Sicherheit im gesamten Ferndorftal ein großes Stück nach vorne bringt.
wirSiegen kompakt
Was: Symbolischer erster Spatenstich für das neue gemeinsame Feuerwehrgerätehaus der Einheiten Ferndorf und Kredenbach
Wann: Dienstag, 25. August 2026, 11.00 Uhr
Wo: Baufeld an der Ecke B 508 / Zur Brüche in Kreuztal-Ferndorf (ehemaliges Gelände der Firma Bub)
Bauherr: Stadt Kreuztal
Totalunternehmer: Otto Quast
Grundstück: rund 3.700 Quadratmeter
Gebäudefläche: rund 1.067 Quadratmeter (laut Entwurf)
Gesamtkosten: rund 5 Millionen Euro
Warum ein neues Gerätehaus?
Bürgermeister Michael Kolodzig begrüßte die Gäste und ordnete das Vorhaben ein. Der Grund für den Neubau ist schnell erklärt: Sowohl das Gerätehaus in Ferndorf als auch das in Kredenbach liegen etwas versteckt in Nebenstraßen und bieten nur enge Platzverhältnisse. Für die moderne Feuerwehr reicht das nicht mehr aus – auch, weil die Einsatzfahrzeuge immer größer werden. Schon im Brandschutzbedarfsplan 2021 wurde deshalb festgehalten, dass hier eine neue Lösung nötig ist.
Ein Haus für den ABC-Zug
Besonders wichtig: Die beiden Einheiten Ferndorf und Kredenbach bilden zusammen den sogenannten ABC-Zug – die Spezialeinheit für Einsätze mit gefährlichen atomaren, biologischen oder chemischen Stoffen. Dafür gibt es besondere Fahrzeuge und eigens geschultes Personal, die passend untergebracht werden müssen. Gesucht wurde daher ein gemeinsamer Standort, der von beiden Ortsteilen aus gut zu erreichen ist – und den alle Mitglieder der Feuerwehr schnell ansteuern können. Nach der Prüfung verschiedener Möglichkeiten fiel die Wahl schließlich auf das Gelände an der B 508.
Der Standort und die Eckdaten
Der neue Standort überzeugt gleich doppelt: Er ist verkehrsgünstig gelegen und bereits vollständig erschlossen – alle Versorgungsleitungen liegen also schon an. Das Grundstück ist mit rund 3.700 Quadratmetern großzügig bemessen; solch große freie Flächen sind in Kreuztal alles andere als selbstverständlich. Das Gebäude selbst wird nach dem aktuellen Entwurf rund 1.067 Quadratmeter groß. Für das gesamte Vorhaben nimmt die Stadt Kreuztal rund 5 Millionen Euro in die Hand – eine große Summe, die bewusst in die Sicherheit der Menschen investiert wird.
Das steckt im neuen Gerätehaus
Geplant ist kein einfacher Zweckbau, sondern ein modernes Gerätehaus nach dem neuesten Stand der Technik. Herzstück ist die Fahrzeughalle mit sechs besonders großen Stellplätzen (Größe 1 nach der Norm DIN 14092, jeweils 4,50 mal 12,50 Meter) – ausreichend Platz also, damit auch künftige, größere Fahrzeuge sicher untergebracht werden können. Dazu kommen viel Lagerfläche (unter anderem für die Kinder- und Jugendfeuerwehr), eine Werkstatt, ein Technikraum sowie ein Funktionsbereich mit Stiefelwäsche und dem sogenannten Alarmfax. Über dem Durchgang zum Sozialgebäude entstehen auf einer Empore weitere Lager- und Technikflächen.
Im Sozialgebäude selbst sind ein Alarmbereich mit Umkleiden und Sanitäranlagen sowie eine direkte Verbindung zur Fahrzeughalle vorgesehen. Hinzu kommen ein Aufenthaltsbereich mit Schulungsraum, eine Teeküche und ein Büro für die Kinder- und Jugendfeuerwehr. Auch an die Umwelt wurde gedacht: ein begrüntes Dach, eine Photovoltaik-Anlage zur Stromerzeugung und ein Notstromaggregat gehören ebenso dazu wie ausreichend Stellplätze für Autos und Fahrräder. Ein cleveres Detail am Rande: Alarmausfahrt und Parkplatzzufahrt werden getrennt voneinander geführt, damit sich im Ernstfall nichts in die Quere kommt.
Alles aus einer Hand
Bauherr ist die Stadt Kreuztal. Für die Umsetzung setzt sie auf einen sogenannten Totalunternehmer – das heißt, Planung und Bau werden gebündelt in eine Hand gegeben. Als Totalunternehmer übernimmt das Bauunternehmen Otto Quast diese Aufgabe; Banner und Bagger der Firma prägten den Vormittag. Für die Stadt ist die gebündelte Vergabe ein Stück Neuland – mit der Hoffnung, dass der Bau so zügiger vorangeht.
Mit Otto Quast hat die Stadt Kreuztal dabei ein Unternehmen an ihrer Seite, das fest in der Region verwurzelt ist. Gegründet wurde die Firma im Jahr 1945 von Maurermeister Otto Quast. Der Hauptsitz liegt bis heute in Siegen an der Weidenauer Straße – nur wenige Kilometer vom neuen Baufeld in Ferndorf entfernt. Das inhabergeführte Unternehmen wird mittlerweile in der vierten Generation geleitet und beschäftigt über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an mehreren Standorten in Deutschland und Polen. Zum Leistungsspektrum gehören Hochbau, Tiefbau, schlüsselfertiges Bauen sowie die Herstellung von Betonfertigteilen im eigenen Werk in Freudenberg. Seit mehr als 80 Jahren steht der Name Otto Quast in der Region für wirtschaftliches und verlässliches Bauen – beste Voraussetzungen also für das neue Feuerwehrgerätehaus im Ferndorftal.
Ein langer Weg bis zum Spatenstich
Bis zum heutigen Tag war es ein weiter Weg, wie der Bürgermeister in seiner Rede noch einmal deutlich machte. Nach dem Eintrag in den Brandschutzbedarfsplan 2021 folgten zunächst ein bis zwei Jahre Standortsuche. Ende 2023 fiel dann der Beschluss, das Grundstück an der B 508 zu erwerben. Anschließend schloss sich eine rund zweijährige Phase aus Ausschreibung und Planung an – inklusive des Vergabeverfahrens für den Totalunternehmer. Umso größer war die Freude, dass es nun endlich sichtbar losgeht.
Ein guter Tag für die Feuerwehr
Der Vormittag geriet zu einem fröhlichen Treffen voller zufriedener Gesichter – passend zum blauen Himmel und den angenehmen Temperaturen. Ein rundum angenehmes Vorhaben für einen guten Zweck.












Fotos: Andreas Trojak / wirSiegen.de
Werbepartner der Region – AnzeigeIn eigener Sache
Immer für Sie vor Ort — Ihr wirSiegen-Team
Wir sind rund um die Uhr für Sie in Siegen und der Region unterwegs. Dabei berichten wir völlig unabhängig — keiner Partei und keinem Konzern verpflichtet, nur Ihnen als Leser. Uns ist wichtig, dass alle Nachrichten für jeden Bürger frei zugänglich bleiben: komplett ohne Bezahlschranke, kostenlos für alle. Recherche, Fotos vor Ort, Technik und Deutschlands sagenhaft günstiger Super-Sprit 😉 kosten uns allerdings einiges an Zeit und Geld. Wenn Sie schätzen, was wir machen, motiviert uns ein kleiner Beitrag riesig — und hilft uns, weiter dranzubleiben. Schon der Preis eines Kaffees zählt.
Beträge für Handys, Autos und Mehrfamilienhäuser gehen natürlich auch 😉
Sicher per PayPal · auch ohne PayPal-Konto · einmalig oder regelmäßig
Und ganz gleich, ob mit oder ohne Beitrag — schön, dass Sie wirSiegen lesen. 💙













