(wS/cdu) Kreuztal 12.09.2026 | Die CDU Kreuztal hatte Mitglieder und interessierte Bürger zu einem Informationsabend beim Umweltservice Lindenschmidt in Krombach eingeladen. Im Mittelpunkt standen laut der Partei die aktuell diskutierte mögliche Neuordnung der Abfallentsorgung im Kreis Siegen-Wittgenstein sowie eine Besichtigung des Familienunternehmens.
CDU-Stadtverbandsvorsitzende Marion Kleis begrüßte die Gäste und dankte dem Unternehmen dafür, die kommunalpolitische Diskussion mit einem Einblick in die Praxis der Abfallentsorgung und Kreislaufwirtschaft verbinden zu können.
Geschäftsleiter Christoph Lindenschmidt berichtete aus den Erfahrungen des Unternehmens und diskutierte mit den Anwesenden mögliche Vor- und Nachteile einer interkommunalen, kreisweiten Organisation der Müllabfuhr. Die Teilnehmer hätten dabei den Eindruck gewonnen, dass die Abfallentsorgung in Kreuztal einschließlich der Angebote zur Schadstoff-, Sonder- und Sperrmüllentsorgung zuverlässig funktioniere und bei den Bürgern auf große Akzeptanz stoße, so die CDU in ihrer Pressemitteilung.
CDU-Fraktionsvorsitzender Philipp Krause betonte, das bestehende System in Kreuztal funktioniere zuverlässig, die Bürger hätten klare Ansprechpartner und profitierten von gutem Service und guter Betreuung durch die Stadtverwaltung. Bei einer kreisweiten Neuorganisation bestünden dagegen noch viele offene Fragen – etwa zu Kosten, Zuständigkeiten, Servicequalität und konkreter Umsetzung. Diese müssten beantwortet werden, bevor weitreichende Entscheidungen getroffen würden.
Christoph Lindenschmidt stellte den Betrieb im Anschluss vor. Das Unternehmen wurde 1959 von seinem Großvater gegründet und wird heute in dritter Generation geführt. Rund 240 Mitarbeiter sind am Standort beschäftigt. Das Entsorgungscenter in Krombach umfasst nach Angaben des Unternehmens mehr als 100.000 Quadratmeter und verarbeitet täglich rund 450 Tonnen.
Beim Rundgang erhielten die Besucher Einblicke in die Entwicklung des Unternehmens und seine Anlagen. Lindenschmidt ist unter anderem auf die Sonderabfallentsorgung spezialisiert und setzt auf unterschiedliche Verfahren zur Verwertung und umweltgerechten Behandlung von Abfällen. Das Unternehmen lege einen besonderen Schwerpunkt auf Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz, hieß es. So seien der Erdgas- und Strombezug durch selbst erzeugtes Biogas, Photovoltaik und Kraft-Wärme-Kopplung deutlich reduziert worden. Auch mehr als 20 Elektrofahrzeuge gehörten inzwischen zum Fuhrpark.
Die Landtagsabgeordnete Anke Fuchs-Dreisbach (CDU) unterstrich die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft. Rohstoffe seien wertvoll und endlich, deshalb müsse man Ressourcen möglichst lange im Kreislauf halten und verantwortungsvoll mit ihnen umgehen. Gleichzeitig stehe hinter der Kreislaufwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftszweig mit zahlreichen qualifizierten Arbeitsplätzen in Nordrhein-Westfalen, den man sichern und weiterentwickeln wolle.
Für die CDU Kreuztal zeigte der Besuch nach eigener Darstellung, wie ein traditionsreiches Familienunternehmen regionale Verbundenheit, wirtschaftliche Entwicklung, Innovation und Umweltschutz miteinander verbinde. Mit Blick auf die weitere Diskussion über die Abfallentsorgung bleibe für die CDU der konkrete Nutzen für die Menschen entscheidend: Bewährte und gut funktionierende Strukturen sollten nicht allein um der Vereinheitlichung willen verändert werden.
Eine Stellungnahme anderer Fraktionen oder des Kreises zur diskutierten Neuordnung der Abfallentsorgung lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Gruppenbild vor dem Firmengebäude des Umweltservice Lindenschmidt in Krombach. Foto: CDU Kreuztal










