(wS/ots) Olpe 03.09.2026 | Immer wieder erreichen die Polizei Mitteillungen über Betrugsversuche, bei denen die Opfer um Geld oder Wertsachen gebracht werden. Die Dunkelziffer ist in diesem Bereich hoch. Dazu gehören auch häufig Telefonbetrüger. Neben dem materiellen Schaden leidet oft auch das Sicherheitsgefühl der Betroffenen immens.
Um Präventionstipps der Polizei effektiv anwenden zu können, ist es wichtig, Betrugsmaschen am Telefon zu erkennen. Genau dabei geht es bei der Kampagne der Kreispolizeibehörde Olpe, die Betrugsmaschen am Telefon zum Thema hat. In drei Kurzvideos in den sozialen Medien werden in Zusammenarbeit mit TV-Moderator Harry Wijnvoord Maschen wie Schockanrufe, falsche Institutionen sowie falsche Gewinnspiele und Abonnements thematisiert. „Der Kontakt zu Herrn Wijnvoord kam über private Wege innerhalb unserer Behörde zustande. Für uns war es eine große Chance, um mit dem Thema viele Menschen zu erreichen“, erläutert Abteilungsleiter der Kreispolizeibehörde Olpe, Polizeidirektor Ralf Kluxen. Als die Anfrage an den Moderator ging, war für Harry Wijnvoord die Antwort klar: „Bei so einem wichtigen Thema helfe ich gerne. Je mehr Menschen wir erreichen und informieren desto besser“.
Im Juli drehte die Kreispolizeibehörde Olpe in Zusammenarbeit mit Wijnvoord und einer jungen Polizeibeamtin die Kurzvideos für die Kampagne: „Halt.Stopp.Auflegen.“ „Unser Ziel ist es, dass die Menschen Betrugsmaschen am Telefon im Gespräch erkennen, kurz innehalten und auflegen. Durch den Abstand zum Telefonat und ein Gespräch mit einer neutralen Person können zusätzlich Menschen davor bewahrt werden, Opfer von Telefonbetrügern zu werden. Genau das wünschen wir uns als Polizei“, sagt Ralf Kluxen.
Am 25. August fiel mit der Veröffentlichung des ersten Videos der Startschuss für die crossmediale Verbreitung des Internetartikels in Verbindung mit Kurzvideos, die seitdem nach und nach erscheinen. Sie weisen auf das Thema hin und sind zu einem weiteren Infotext verlinkt. Die Kreispolizeibehörde Olpe bittet darum, bei Anrufen unbekannter Herkunft stets wachsam zu sein.
Mehr Informationen zum Thema unter https://www.polizei-beratung.de
Was kann man bei Telefonbetrug tun? Häufiges Ziel der Telefonbetrüger: Seniorinnen und Senioren. Grundsätzlich kann aber Jede und Jeder Opfer dieser Betrugsart werden. Am besten schützt man sich, indem man auflegt, wenn man sich nicht sicher ist, wer anruft oder man bemerkt, dass ein Anrufer beginnt, Druck auszuüben. Meldet sich ein vermeintlicher Angehöriger aus einer Notsituation, sollte man auflegen und sie/ ihn unter einer bekannten Nummer nochmals selber anrufen. So kann sichergestellt werden, dass es sich bei der Situation um einen echten Notfall handelt. Grundsätzlich gilt: Am Telefon am besten nie über persönliche oder finanzielle Verhältnisse sprechen. Auf keinen Fall Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben. Wenn Betroffene einen Anruf erhalten, der sie aufwühlt oder ihnen merkwürdig erscheint, sollten sie mit einer Vertrauensperson darüber sprechen oder über den Notruf 110 die Polizei hinzuziehen. Betroffene sollten nicht die Rückruftaste nutzen, um die Identität eines merkwürdig erscheinenden Anrufers festzustellen.

Foto: LR Olpe/Lena Hoof










