Keine akut erkrankten Coronapatienten in Siegen-Wittgenstein mehr

(wS/red) Siegen-Wittgenstein 15.06.2020 | Keine akut erkrankten Coronapatienten in Siegen-Wittgenstein mehr

Die letzten beiden Infizierten konnten aus der Überwachung entlassen werden

Mit dem heutigen Tag gibt es in Siegen-Wittgenstein niemanden mehr, der akut an Covid-19 erkrankt ist. Die letzten beiden mit dem Coronavirus infizierten Personen (eine Frau Anfang 70 aus Wilnsdorf und eine Frau Mitte 40 aus Netphen) konnten heute aus der Überwachung des Kreisgesundheitsamtes entlassen werden. „Damit ist rund drei Monate nach der ersten offiziellen Bestätigung einer Coronainfektion in Siegen-Wittgenstein ein Meilenstein bei der Bekämpfung der Pandemie erreicht“, freut sich Landrat Andreas Müller.

Mit dieser Feststellung verbindet der Landrat einen ausdrücklichen Dank an alle Bürgerinnen und Bürger in Siegerland und Wittgenstein: „Nur der Einsicht in die Notwendigkeit der Schutzmaßnahmen, der wirklich großen Disziplin und der gegenseitigen Rücksichtnahme ist es zu verdanken, dass wir heute an diesem Punkt sind“, unterstreicht der Landrat: „Blickt man in andere Regionen unseres Landes, etwa in Ballungszentren, in denen Abstands- und Hygieneregeln weit weniger konsequent befolgt werden, sehen die Infektionszahlen nach wie vor ganz anders aus. Deshalb ist dieser Erfolg unser gemeinsamer Erfolg und darauf können wir auch gemeinsam stolz sein“, betont der Landrat.

Allerdings mahnt Andreas Müller auch weiterhin Vorsicht und Geduld an: „In den sozialen Medien kann man immer wieder lesen, dass schon seit einiger Zeit Maskenpflicht und Abstandsregeln kritisiert und in Frage gestellt werden. Das ist eindeutig zu früh!“, so Müller: „Wir verändern gerade unseren Alltag wieder Stück für Stück. Immer mehr Kinder gehen wieder zur Schule und in die Kita. Wir werden wieder mobiler, besuchen Freunde, fahren quer durchs Land und machen Urlaub. Die Gefahr, dass man sich irgendwo unbemerkt mit dem Coronavirus infiziert und es dann wieder mit zu uns nach Siegen-Wittgenstein bringt, ist absolut real“, unterstreicht Müller: „Das Virus ist nicht verschwunden, wir haben weder Impfstoff noch Heilmittel – alles was wir tun können, um uns und insbesondere die Schwächsten unter uns zu schützen, ist ‚Abstand halten‘, dort, wo das nicht möglich ist, Mund-Nasen-Schutz tragen, und Hygieneregeln beachten“, so der Landrat.

Insgesamt hat die Pandemie in Siegen-Wittgenstein acht Todesopfer gefordert. „Unser Mitgefühl ist bei den Angehörigen, die in den vergangenen Wochen einen lieben Menschen verloren haben“, betont Landrat Andreas Müller.

Den heutigen Tag nutzt Müller auch, um noch einmal ganz herzlich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung zu danken, die in den letzten Monaten unter diesen ganz besonderen Bedingungen gearbeitet haben: „Insbesondere die Kolleginnen und Kollegen des Gesundheitsamtes haben wirklich eine Herkulesaufgabe gestemmt, wenn es darum ging, Kontaktpersonen von Infizierten zu ermitteln und Personen in Quarantäne täglich zu kontaktieren. Deshalb haben wir die Mannschaft im Gesundheitsamt zeitweise auch ganz erheblich aufgestockt. Der gleiche Dank gilt allen, die sich z.B. für den Dienst an der Corona-Infohotline zu Verfügung gestellt haben – auch an Wochenenden und an den Feiertagen“, so Müller. Und schließlich dankt er noch einmal allen ganz herzlich, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten als Freiwillige gemeldet haben, um z.B. bei #siwihilft oder im Ausweichkrankenhaus in Kredenbach mitzuhelfen, falls das erforderlich gewesen wäre: „Hier hat sich Siegen-Wittgenstein mal wieder von seiner allerbesten Seite gezeigt“, betont der Landrat – und fasst abschließend zusammen: „Wir haben Abstand gehalten und sind gleichzeitig enger zusammengerückt – so sind wir bisher hervorragend durch die Pandemie gekommen. Und dafür noch einmal ein großes Lob und einen herzlichen Dank an alle Siegerländer und Wittgensteiner.“

Die Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein wird mit dem heutigen Tag die täglichen Corona-Updates einstellen. Sollte sich die Infektionslage verändern, werden wir das natürlich jederzeit wieder bekannt machen. Die Infohotline unter 0271 333-1120 ist nach wie vor zu den üblichen Zeiten (montags bis freitags 8:00 bis 20:00 Uhr, samstags und sonntags 9:00 bis 13:00 Uhr zu erreichen).

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