(wS/red) Siegen 19.03.2026 | Nach dem erschütternden Rettungseinsatz am vergangenen Dienstagmittag in den Eiserfelder Siegauen hat sich nun der DRK-Kreisverband Siegen-Wittgenstein e. V. als Träger der betroffenen Kindertagesstätte ausführlich zu den Ereignissen geäußert. Während das Schicksal des verunglückten Jungen die Region weiterhin tief bewegt, stehen nun die Aufarbeitung und die Unterstützung der Betroffenen im Fokus.
Tiefe Betroffenheit und laufende Ermittlungen
„Wir alle sind tief betroffen. Unsere Gedanken sind die ganze Zeit bei dem Jungen und seiner Familie“, erklärte Dr. Martin Horchler, Vorstand des DRK-Kreisverbandes. Man sei sich bewusst, dass Worte das Leid der Eltern kaum mildern könnten, dennoch wolle man als Träger Verantwortung übernehmen und lückenlose Aufklärung unterstützen.
Zum genauen Hergang und der Zeitspanne zwischen dem Verschwinden und dem Auffinden des Kindes können aufgrund der laufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei noch keine detaillierten Angaben gemacht werden. Nach aktuellem Stand der Polizei gibt es jedoch keine Hinweise auf eine vorsätzliche Straftat; man geht derzeit von einem tragischen Unglücksfall aus.
Personal- und Betreuungsschlüssel zum Unfallzeitpunkt
Das DRK legte erste Fakten zur personellen Situation während des Ausflugs offen:
- Der gesetzlich vorgeschriebene Betreuungsschlüssel sowie die Fachkraft-Quote waren zum Zeitpunkt des Unglücks erfüllt.
- Insgesamt begleiteten acht Betreuer/innen die Gruppe, die aus 46 Kindern bestand.
- Nachdem das Fehlen des Kindes bemerkt wurde, wurde umgehend die Suche eingeleitet.
- Noch vor Ort begannen Ersthelfer mit der Reanimation, bevor der Rettungsdienst das Kind in die DRK-Kinderklinik brachte.
Psychologische Betreuung und Zukunft der KiTa
Bereits am Dienstagabend bot das DRK in Zusammenarbeit mit der Notfallseelsorge ein Gespräch für die Elternschaft an, welches auf große Resonanz stieß. Für Kinder, die das Ereignis miterlebt haben, wurde eine spezialisierte Begleitung durch eine Kindertherapeutin der Ärztlichen Beratungsstelle der DRK-Kinderklinik organisiert.
Die KiTa in Eiserfeld bleibt für den Rest dieser Woche geschlossen. Da das Team unter Schock steht, ist derzeit noch unklar, wann der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden kann.
Übergang: Betroffene Eltern können bereits jetzt Ausweichplätze in anderen DRK-KiTas in Anspruch nehmen.
Das DRK prüft, ob in der kommenden Woche eine Betreuung durch Personal aus anderen Einrichtungen ermöglicht werden kann.

Foto: Andreas Trojak / wirSiegen.de
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